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Dino-Ausstellung in Braunschweig

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BeitragThema: Dino-Ausstellung in Braunschweig   30.04.08 11:50

Abenteuer pur: Banditen, Minen und ein Sechser im Wüstensand
Wissenschaftler bringen Dinosaurier-Skelett nach Braunschweig –


Ausstellung ab Oktober 2009
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. April 2008 Ankunft der Saurierknochen
Von Daniel Mau

Braunschweig. Sie kommen! Drei Fernsehteams, mehrere Fotografen und Reporter warten bereits: Kameras laufen, Blitzlichter leuchten auf, Stifte gleiten über Papier. Angekündigt haben sich keine Filmstars, sondern in Gips gepackte Knochen – das Skelett eines Dinosauriers.

Die Zeugnisse der Vergangenheit haben eine abenteuerliche Reise hinter sich, als sie am gestrigen Dienstag in einem Lastwagen und einem Jeep das Naturhistorische Museum in Braunschweig erreichen. Von der Ausgrabungsstätte im afrikanischen Niger ging es erst mehrere Hundert Kilometer durch die Sahara, dann über die Grenze ins benachbarte Benin zur Hafenstadt Cotonou und von dort mit dem Schiff nach Hamburg. Erst die letzten Kilometer in Deutschland wurden ruhiger. In Afrika gab es schlechte Straßenverhältnisse und eine schwierige Sicherheitslage.
„In Niger herrschen zur Zeit Unruhen. Es gibt Entführung, Überfälle von Banditen und Minenexplosionen“, sagt Museumsdirektor Professor Dr. Ulrich Joger, der die Expedition leitete. Der Start der Ausgrabungsreise war deshalb lange unsicher. Eine Vorexpedition unter Leitung von Edgar Sommer brachte mehr Informationen über die Situation am Ausgrabungsort, der im Gebiet des Tuareg-Stammes liegt. „Als wir die Erlaubnis des dortigen Gouverneurs erhielten, war sein Rat: Schnell kommen, schnell wieder verschwinden und möglichst wenig weiße Gesichter“, berichtet Joger.
Die Expedition im Februar und März war die zweite große Ausgrabungsreise der Braunschweiger Wissenschaftler in das zentralafrikanische Land. Bereits im vergangenen Jahr war Joger mit seinem Team dort gewesen und hatte ein Skelett ausgegraben. Die Knochen, die sie nun aus Afrika mitbrachten, hatten sie damals schon geortet.
Bei dem Fund handelt es sich um die Überreste eines Sauropoden der Gattung Jobaria. „Wir haben die komplette Schwanzwirbelsäule mit einer Länge von 5,70 Meter, das vollständige Becken, Ober- und Unterschenkelknochen sowie weitere kleinere Stücke gefunden. Insgesamt mehrere hundert Teile“, erklärt Ausgrabungsleiter Dr. Ralf Kosma.
Für die Forscher ist das Skelett, auch wenn es nicht vollständig ist, wie ein Sechser im Wüstensand. „Das Besondere ist, dass sich die Knochen in einem sehr guten Zustand befinden. Es sind sogar deutlich einige Bissspuren zu erkennen“, sagt Kosma.
Außerdem fanden die Braunschweiger Wissenschaftler noch die Abdrücke eines kleinen Raubsauriers (Raptoren) – der erste Nachweis, dass diese Art auch in Zentralafrika lebte. „Aus wissenschaftlicher Sicht ist das sogar die eigentliche Sensation“, so Joger.
Die Abgüsse der Fährten kamen zusammen mit dem Skelett nach Braunschweig. Beides wird ab Oktober 2009 in einer großen Sonderausstellung zu sehen sein.

Link: http://www.neue-braunschweiger.de/Abenteuer_pur_Banditen_Minen_und_ein_Sechser_im_Wuestensand/
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