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Tech-Burnout

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Kovu
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BeitragThema: Tech-Burnout   26.01.12 22:34

Das ist eine Frage, die ich mir immer öfter stelle: führen unsere Technologie und Wirtschaft zum allgemeinen 'Burnout'*? Und - wieso tun wir uns das an?

* wobei anzumerken wäre, dass 'Burnout' nach Auffassung einiger Fachleute in der Psychologie nicht existiert, bzw. nicht diagnostiziert werden kann. Burnout ist ein Modebegriff, mit welchem gerne das 'Ausbrennen im beruflichen Alltag' betitelt wird. Tatsächlich ist es aber nichts weiter als eine Depression, und es gibt unzählige Umstände die zu Depressionen führen können. Um depressiv zu werden, benötigt es ein ganzes Umfeld, das uns herunterzieht. Soll heissen, auch unser Privatleben und unser Lebensstil spielen da mit.

Der folgende Artikel ist leider nur auf Englisch, aber er deckt ziemlich viel von meinen eigenen Gefühlen und Erfahrungen bezüglich des Internets unserer Zeit ab:

http://www.theatlanticwire.com/technology/2011/08/get-used-technology-burnout/41157/

Im allgemeinen geht es im Artikel darum, dass wir im Internet mit Freizeitaktivitäten, Informationen und Technologien in mannigfaltiger Hinsicht überfordert werden. Zum einen haben wir zu viel Auswahl an Diensten, die wir nutzen können, und zum anderen sind wir mit der korrekten Nutzung der Technologien überfordert. Besonders schwierig machen es uns die sozialen Netzwerke (Facebook, Google+, Twitter, etc.): sie sind heute der meistgenutzte Zeitvertrieb im Internet, weisen Suchtpotential auf und erschweren die Wahrung unserer Privatsphäre erheblich. Kaum ein Mensch mag sich mit den potentiellen Risiken solcher Netzwerke auseinandersetzen, weswegen der Schutz der Privatsphäre meist von vornherein hinten angestellt und der Dienst ohne weitere Rücksichtnahme genutzt wird. Nun, wie ihr wisst bin ich ohnehin strikter Gegner dieser Netzwerke, genau so wie ich auch Google verabscheue, also - ich nutze kein Facebook & Co. Meine Privatsphäre und Urheberrechte sind mir etwas Wert, und das ist der Grund weswegen ich relativ viel Zeit aufwende, um Internetdienste auf die potentielle Gefährdung meiner Privatsphäre hin zu prüfen. Um so mehr da Firmen wie Google heute einfach alle kleineren Anbieter aufkaufen, um an deren Benutzerdaten zu kommen (z.B. YouTube). Dies ist ein Aufwand den ich betreibe, ohne direkt von solchen Netzwerken betroffen zu sein. Das wiederum bedeutet eine deutlich höhere Aufmerksamkeit: Aufmerksamkeit führt irgendwann zu Stress, und wenn Stress zu einer Dauerbelastung wird, führt das zum Ausbrennen. Ergo, man hat keinen Bock mehr auf Internet. Obwohl Computer und Programmieren zu meinen liebsten Hobbies zählen, verspüre ich zunehmend, dass ich keinen bock mehr auf Computer und Internet habe. Es kommt immer öfter vor, dass ich privat nichts mehr damit zu tun haben will.

Im Artikel ist auch eine Studie von 2008 genannt, in welcher zu Tage gefördert wurde dass die Jugendlichen nicht mehr in der Lage sind die News-Flut zu bewältigen. Man hat heute eine 24/7-Abdeckung mit News aus aller Welt, nicht nur vom eigenen Land, sondern auch von der anderen Seite des Planeten. Ausserdem hätten die Leser Mühe gehabt, das wesentliche aus den Artikeln zu entnehmen. Sie wurden von Schlagzeilen, Fakten und Werbung 'bombardiert', welche dies praktisch verhinderten. Ausserdem bedeutet diese Verfügbarkeit von News für uns, dass wir unweigerlich mit allen negativen Themen rund um den Globus konfrontiert werden (was wiederum depressionsfördernd ist). Zusätzlich wird dieser Effekt von Suchmaschinen wie Google noch verstärkt, da sie die Inhalte nach unseren Interessen filtern (wenn man sich vorwiegend für Umweltthemen interessiert, werden einem als erstes die neuesten Regenwald-Abholzungen und Artensterben an den Kopf geworfen etc...).

E-Mail, Chat und SMS - die schnelle, bequeme Kommunikation. Wir kennen es doch alle: da hat man den E-Mail Client im Hintergrund am laufen... *bing* neue Nachricht. Nun, man könnte das mal so stehen lassen, man muss es ja nicht gleich beantworten. Aber das unbequeme Gefühl bleibt... da ist eine Nachricht, die auf mich wartet. Die kann man doch rasch beantworten. Also wechselt man das Fenster, liest die Mail und antwortet. Es ist doch so, dass wir - egal ob bei der Arbeit oder Zuhause - 24/7 erreichbar sind. Gemäss dieser Studie erfordert der E-Mail-Verkehr bei der Arbeit klare Regeln und Filterung um für den einzelnen Menschen keinen 'Message-Overload' zu erzeugen (für den einzelnen Angestellten sind maximal 25 E-Mails im Tag bearbeitbar, die meisten Probanden hatten aber mindestens das doppelte zu bewältigen). In einer anderen Studie konnte belegt werden, dass wegen der täglichen SPAM- und Werbe-Flut in der Inbox weniger als ein drittel aller E-Mail-Benutzer überhaupt noch auf seriöse Marketing-Schreiben klickt (ergo, wir sind so überfordert damit, dass wir sie links liegen lassen).

Früher ging das alles noch. Internet und reales Leben waren klar getrennte Räume. Man hatte keine Standleitungen. Man musste sich einwählen, und die Telefonverbindung zahlen. Man hat sich also auf das notwendigste beschränkt. Heutzutage sieht das ja ganz anders aus: Breitband-Internetverbindung ist den ganzen Tag an, da man ohnehin die Flatrate zahlt. Wir haben Zuhause also einen 24/7 Zugang zu den Diensten, die uns 'ausbrennen'. Das genügt den meisten Leuten aber nicht. Heute hat man Smartphones. Und da nimmt man das Internet gleich mit. Heisst also 24/7 Internet auch noch in der Tasche. Und selbst wenn einem beim Arbeitgeber die Verwendung verboten wird: eine freie Minute, und alle sind beim Twittern verbreiten ihr Leben auf Facebook. E-Mail ist natürlich auch dabei, und Fernsehen tut man heute ja auch schon über die mobilen Alleskönner. Hotels, Öffentliche Plätze und Verkehrsmittel werden auch schon mit WLAN ausgestattet, um die letzte Möglichkeit zur Rast vor der Technologie auch noch zu brechen. Virtueller und realer Raum sind heute längst verschmolzen: mit den neuesten Smartphones lässt sich für Google dank Barometer-Sensorik sogar ermitteln, in welchem Stockwerk eines Gebäudes sich der Anwender befindet. Auch werden Suchanfragen für Mietwohnungen längst nicht mehr mit einer banalen Adresse beantwortet, man bekommt den genauen Standort und das Stockwerk mitsamt Mietzins über die Handy-Kamera vermittelt...

Früher fand ich das an meinem Smartphone alles noch toll. Ich habe mir ehrlich gesagt nicht viele Gedanken darum gemacht. Heute, 2 Jahre nach dem Kauf meines Samsung Wave, habe ich das GPS konstant deaktiviert, die Apps nutze ich kaum noch. Bestenfalls lese ich noch die online-NZZ übers Handy wenn ich im Zug bin. Ich bin mir auch gar nicht mehr so sicher, ob ich das Smartphone mal ersetzen werde.

Aber dort hört die Raserei der westlichen Gesellschaft noch lange nicht auf:

Hilfe, meine Peripherie löst sich auf Wink

Wir werden von der Wirtschaft zum künstlichen Wachstum angetrieben. Uns wird suggeriert, wir müssten immer neueste Produkte und Technologien kaufen. Jedes Jahr gibts neue Autos, Handys, Computer, Kleider, Nahrungsmittel... aber wieso? Wieso reicht mein heutiger Laptop nicht aus? Wieso sollte man einen Windows XP-Computer nicht mehr betreiben, wenn Windows 7 erschienen ist? Wieso muss jeder die aktuelle Mode tragen? Wieso muss jeder bei Facebook mitmachen? Wieso steckt diese Unrast in unserer Gesellschaft drin? Mongolen leben beispielsweise praktisch mit nichts - ein hartes Nomadenleben. Aber sie sind meist zufrieden und fröhlich. Sie leben aber im Rhythmus der Natur. Sie versuchen nicht ihre Probleme mit Luxus und Technologie zu überspielen.

Wieso begeben wir uns in der westlichen Welt in solche Zwänge - Zwänge die unser Leben am Ende nur negativ beeinflussen?
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   26.01.12 23:58

Ich bin schon lange der Meinung, dass wir durch Kapitalismus etc. auf den Abgrund zusteuern. Die Armen immer ärmer usw. Das Geld ist immer weniger wert und die Staatsschulden wachsen ohne Ende.
Hinzu kommt die Überbevölkerung die die westliche Welt noch weiter anheizt. Was die Sache mit den Netzwerken angeht, dazu kann ich nicht viel sagen jedoch bin ich auch der Meinung das es so nicht mehr lange weitergehen kann und der Burnout bald dasein wird.
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Gibbs
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   27.01.12 18:08

Das Problem ist, dass der Kapitalismus eine der wenigen einigermasen funktioneirende Staast/Marktformen sind. Der Kommunismus hat gute Ideen, kann aber nich Funktionieren (UdSSR, Nord Korea). Die Diktatur hat auch gute Ideen, beeinträchtig aber auch einzelne Gruppen (Hittler, Stalin, Fidel).

Sommit bin ich der Meinung, dass wir beim Kapitalismus bleiben müssen. Damit es aber nicht zum "Burnout" kommt, müssen wir netter mit der Welt, mit uns und der Natur sein.

Ich bin aber auch der Meinung, dass es zu keinem "Burnout" kommt, denn normalerweiss hält die Menschheit am meisten zusammen, wenn die Gefahr am grössten ist.

Was Die Überbevölkerung angeht, denke ich, dass man nicht allzuvie, machen kann. Ausser wir kehren ins Mittelalter zurück, aber wer will das schon....
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   27.01.12 18:30

Gibbs schrieb:


Was Die Überbevölkerung angeht, denke ich, dass man nicht allzuvie, machen kann. Ausser wir kehren ins Mittelalter zurück, aber wer will das schon....

Ja das mit dem Mittelalter oder der Steinzeit bringen viele als Argument, ist aber kompletter Quatsch.
Es wurde mal untersucht wie weit es uns zurück werfen würde (ich schaue mal ob ich den Artikel noch finde, habe ich erst vor kurzem gelesen), wenn wir so Leben (Konsum und Ernährung) das der Planet geschont wird, und die Resourcen für alle vernünftig reichen. Und das würde uns lediglich in die 60er Jahre zurück werfen.
Ich denke damit könnte man Leben, wenn es uns und der Natur dadurch besser gehen würde.
Aber es will ja keiner auf den schönen Konsum der ganzen neuen, hippen Technik verzichten.

Kovu schrieb:
Im allgemeinen geht es im Artikel darum, dass wir im Internet mit Freizeitaktivitäten, Informationen und Technologien in mannigfaltiger Hinsicht überfordert werden. Zum einen haben wir zu viel Auswahl an Diensten, die wir nutzen können, und zum anderen sind wir mit der korrekten Nutzung der Technologien überfordert. Besonders schwierig machen es uns die sozialen Netzwerke (Facebook, Google+, Twitter, etc.): sie sind heute der meistgenutzte Zeitvertrieb im Internet, weisen Suchtpotential auf und erschweren die Wahrung unserer Privatsphäre erheblich. Kaum ein Mensch mag sich mit den potentiellen Risiken solcher Netzwerke auseinandersetzen, weswegen der Schutz der Privatsphäre meist von vornherein hinten angestellt und der Dienst ohne weitere Rücksichtnahme genutzt wird. Nun, wie ihr wisst bin ich ohnehin strikter Gegner dieser Netzwerke, genau so wie ich auch Google verabscheue, also - ich nutze kein Facebook & Co. Meine Privatsphäre und Urheberrechte sind mir etwas Wert, und das ist der Grund weswegen ich relativ viel Zeit aufwende, um Internetdienste auf die potentielle Gefährdung meiner Privatsphäre hin zu prüfen. Um so mehr da Firmen wie Google heute einfach alle kleineren Anbieter aufkaufen, um an deren Benutzerdaten zu kommen (z.B. YouTube). Dies ist ein Aufwand den ich betreibe, ohne direkt von solchen Netzwerken betroffen zu sein. Das wiederum bedeutet eine deutlich höhere Aufmerksamkeit: Aufmerksamkeit führt irgendwann zu Stress, und wenn Stress zu einer Dauerbelastung wird, führt das zum Ausbrennen. Ergo, man hat keinen Bock mehr auf Internet. Obwohl Computer und Programmieren zu meinen liebsten Hobbies zählen, verspüre ich zunehmend, dass ich keinen bock mehr auf Computer und Internet habe. Es kommt immer öfter vor, dass ich privat nichts mehr damit zu tun haben will.

Ich habe mich vor einiger Zeit auch mal mit dem sogenannten Elektro-Stress beschäftigt, und man merkt dabei relativ schnell wie die ganze Technik, und vor allem das Internet unser leben zum teils negativen beinflusst hat.
Und ich bin froh das die Zeichen bei mir erkannt habe, und gewisse Dinge geändert habe.
Z.B. habe ich damals morgens nach dem Aufstehen das Laptop eingeschaltet, und bin dann ins Bad, und als ich mit allem fertig war, habe ich erst mal Mails gecheckt, Forum geschaut usw...
Dann Frühstück und auf zur Arbeit.
Abends dann von der Arbeit gekommen, als erstes Rechner an, dann geduscht umgezogen usw.. und dann wieder Mails geschaut usw..
Dann habe ich bemerkt das ich wenn ich zu hause war, mich ans Laptop gesetzt habe ich irgendwann merkte "mist der Tag ist ja schon rum, wieder nichts geschafft".
Als mir bewusst wurde wieviel kostbare Zeit ich mit dieser Technik sinnlos verschwende (ich sage bewusste sinnlos, denn keine Private Mail ist so wichtig das ich sofort morgens oder abends nachsehen muss, und kein Forenbeitrag ist so wichtig das ich ihn sofort lesen muss) habe ich versucht von heute auf morgen dies alles abzustellen.
Und soll ich euch was sagen? Ich war von da an sehr viel ausgeglichener, ruhiger, konnte besser und tiefer schlafen usw..

Das Suchtpotiential ist bei der ganzen modernen Technik wirklich enorm hoch und man muss ganz stark aufpassen sich nicht abhängig von dem ganzen Mist zu machen!

Ich kann mich an einen Tag auf der Arbeit erinnern, als unser Computersystem komplett ausgefallen ist.
Unsere ganze Lagerverwaltung lief wie fast überall heute über Computersysteme.
Das war morgens ein Schock als nichts ging, der Admin im Urlaub war, die Vertretung krank war, und uns dann von den Verantwortlichen aus den USA mitgeteilt wurde das es ein Problem mit ihren Servern gibt, und es wohl noch den ganzen Tag dauern kann, bis das behoben ist.
Also was machen? Arbeit einstellen geht nicht, die Kunden warten auf ihre Geräte.
Ich also mit den Speditionen telefoniert, Problem geschildert, und zwei Stunden später brachte ein Fahrer mir die Paketscheine die wir mit der Hand ausfüllen konnten. Das wurde sonst alles automatisch über eine Software gemacht.

So was aber mit den ganzen Buchungen? Geräte die wir verschicken müssen ausgebucht wurden, Teile die wir geliefert bekommen, müssen eingebucht werden. Lieferscheine müssen getippt und gedruckt werden.
Ja es musste alles von Hand gemacht werden!
Es war zwar in den ersten Stunden eine Umstellung, aber es ging ohne Probleme.
Seid dieser Erfahrung glaube ich das wir uns teilweise etwas einreden was die Abhängigkeit der Computertechnik angeht.
Es ging ja früher auch ohne.
Und jetzt mal im Ernst, hat man früher deshalb länger gearbeitet bzw. arbeitet einer von euch heute weniger Stunden wie damals nur weil wir Computer benutzen?
Manche Dinge werden vielleicht einfacher, andere aber auch komplizierter. Die Zeit die bei einem Ausfall der Technik (der öfter vorkommt als man glauben mag) vergeht bis man wieder normal arbeiten kann, die könnte man anders nutzen wenn es diese Technik nicht gäbe.

Es hat alles seine Vor und Nachteile.
Ich genieße die Zeiten am meisten wo ich den Rechner aus habe, der Fernseher aus ist, und ich im Winter auf dem Sofa mit einem Buch liege, oder im Sommer im Garten mit einem Buch. Oder ich in der Küche was schönes Koche usw..
Das sind Momente wo ich richtig abschalten kann und die Zeit richtig wahrnehme.
Wenn ich vor dem Computer sitze ist es kein Entspannen.
Und mitlerweile ist es mir auch egal, wieviel Tage ich keine Mails lese, denn wichtige Dinge (ich meine wirklich wichtige) die werden mir per "altmodischer" Post mitgeteilt.

Durch die ganze Technik und diesem Zwang immer auf dem neuesten Stand sein zu müssen (egal ob nur die Technik oder auch im Bezug auf Nachrichten die man im Internet lesen "muss") kommen die Leute gar nicht mehr richtig zur ruhe, und es folgt irgendwann der sogenannte "Burnout". Bei dem einen früher, bei dem anderen später.

Die Einstellung von Kovu zu den ganzen sozialen Netzwerken teile ich ja, das müsste ja fast jeder hier wissen.
Menschen die mir wichtig sind, mit denen habe ich im richtigen Leben Kontakt! Man kann telefonieren oder sich treffen.
Ich "liebe" ja die Leute die sagen sie haben keine Zeit um sich mit Freunden zu treffen (wegen Arbeit usw..) sitzen dann aber Abends Stunden vor dem Rechner und tummeln sich in den sozialen Netzwerken.

Meine Privatsphäre ist mir auch sehr wichtig, und dem Internet vertraue ich da auf gar keinem Fall.
Ich habe erst vor kurzem einen riesen Aufwand betrieben meine privaten Daten bei Unternehmen löschen und sperren zu lassen die damit gehandelt haben und wodurch ich unaufgefordert Werbung bekommen habe, per E-Mail und per Post.
Man glaubt nicht was das für ein Aufwand war, und woher die Firmen die Daten hatten wollten sie natürlich nicht gerne sagen. Nach über zwei Monaten bin ich jetzt aber so weit gewisse Quellen bis zu einer Firma in der Schweiz verfolgt zu haben, und dort meine Daten sperren zu lassen. Ich weiß bis heute nicht wie die an meine Adresse gekommen sind, aber egal.
Man muss wirklich sehr vorsichtig sein was seine Daten angeht, denn der Aufwand das wieder alles löschen zu lassen ist enorm hoch.
Man muss wirklich ganz extrem aufpassen wenn man im Internet unterwegs ist, und ich kann Kovu echt verstehen.
Auch bei mir führt das immer öfter zu stress. Und wofür frage ich mich dann? Ich kann die Kiste auch einfach ausschalten und dann war es das mit dem Stress. Es ist ganz einfach.
Ich finde das ganze nur traurig, früher hat mir das Internet und die Computertechnik allgemein viel Spaß gemacht, aber der Spaß wird einem von Firmen wie von Kovu ja schon genannt, genommen!

Und was auch wichtig ist, Privates und Arbeit zu trennen, was ja durch die Technik auch immer schwieriger wird.
Mein Chef war damals sehr verwundert das ich ihm meine Handy Nummer nicht geben wollte. Er meinte warum denn nicht?
Ich erklärte ihm dann das ihn das erstens nichts bringen würde, weil mein Handy fast immer aus ist, ich es nur für Notfälle z.B. beim Autofahren dabei habe, und zweitens ich zu hause meine Ruhe haben möchte und er es mir ja bestimmt nicht bezahlt wenn er mich in meiner Freizeit belästigt.
Meine Kollegen meinten dann wie ich das nur machen könnte, man muss doch immer erreichbar sein!
Ich sage ganz klar nein! Das muss ich nicht. Ich werde für die Zeit auf der Arbeit bezahlt und nicht für einen Bereitschaftsdienst zu hause. Und auch wenn ich Urlaub habe, dann habe ich Urlaub. Es ist mir egal ob dann jemand krank geworden ist und ich vielleicht einspringen muss.
Da bin ich sehr konsequent, denn sonst "brennt" man wirklich irgendwann aus.

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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   27.01.12 21:11

Gibbs schrieb:
Das Problem ist, dass der Kapitalismus eine der wenigen einigermasen funktioneirende Staast/Marktformen sind. Der Kommunismus hat gute Ideen, kann aber nich Funktionieren (UdSSR, Nord Korea). Die Diktatur hat auch gute Ideen, beeinträchtig aber auch einzelne Gruppen (Hittler, Stalin, Fidel).
Das grosse Problem am Kapitalismus ist, dass er auf Ausbeutung beruht. Er kann nur funktionieren, wenn jemand anderem etwas entwendet wird. Man hat anfänglich nicht viel davon bemerkt, weil der Ausgebeutete die Natur war (Rohstoffe [Holz, Fleisch, Felle, Erze, seltene Erden, Öl]). Die Natur wehrt sich nicht gegen die Plünderungen, sie zieht sich lediglich zurück. Was der Mensch dabei ignoriert, ist der uneinschätzbare Aufwand, den die Natur betreibt, um diese Rohstoffe herzustellen. Es ist eine Dienstleistung, die wir quasi 'gratis' in Anspruch nehmen. Eine Dienstleistung die im Falle von Öl beispielsweise Millionen von Jahren andauert. Unser Aufwand es zu fördern ist verhältnismässig gering, weswegen wir es mit entsprechendem Profit vertreiben können. Da die Resourcen in der westlichen Welt definitiv zur neige gehen, kann die Natur nicht mehr geplündert werden. Das hat 2 Folgen: einerseits konzentriert sich der Westen auf die Resourcen der Entwicklungs- und Schwellen-länder, andererseits wird mehr Druck auf den Mittelstand (also, Arbeitnehmer und Kleinbetriebe) gemacht, um das Wachstum möglichst hoch zu halten. Kapitalismus kann ohne Wachstum genau so wenig funktionieren wie ohne Rohstoffe. Also wird politisch wie wirtschaftlich druck auf die noch Rohstoffreichen Schwellen-/Entwicklungs-länder gemacht. Das geht so weit, dass Amerika beispielsweise 'Wirtschaftskiller' auf afrikanische Staaten ansetzt, um deren Verschuldung hoch zu halten. Um die Verschuldung abzugelten, werden dann Verträge ausgehandelt, mit welchen der Westen zu Schundpreisen ihre Rohstoffe fördern und kaufen kann. Die USA wäre beispielsweise schon in den 70ern pleite gegangen, hätten sie nicht den Dollar an den Ölpreis binden können. Das ist mitunter der Grund, wieso die USA so Ölhungrig sind... sie haben gar kein Interesse daran, den Ölkonsum sinken zu lassen. Würden sie das tun, würde auch der Dollar massiv geschwächt.

Ausserdem muss man sich die Frage durchaus Stellen: wieso soll der Kapitalismus die einzige funktionierende Form sein? Abgesehen davon, dass er offensichtlich ja auch nicht funktioniert (es ist auf unserem Planeten schlicht und ergreifend nicht möglich, grenzenlos zu wachsen), gibt es auf der Welt altruistische Völker die funktionieren. Zugegeben, sie schwelgen nicht in Luxus, und sie wachsen eben auch nicht wie die kapitalistische Population, aber das ist doch letztenendes genau das, wo wir hinkommen müssen, wenn wir mit dem beschränkten Platz, der uns zu Verfügung steht, überleben wollen.

Gibbs schrieb:
Was Die Überbevölkerung angeht, denke ich, dass man nicht allzuvie, machen kann. Ausser wir kehren ins Mittelalter zurück, aber wer will das schon....
Wie schon gesagt: das ist aber eines der ersten Probleme, das angegangen werden muss. Wenn wir es nicht tun, wird es Mutter Natur tun. Und wenn die es tut, wirds erst richtig unbequem für uns.
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   27.01.12 21:41

Kovu schrieb:
Abgesehen davon, dass er offensichtlich ja auch nicht funktioniert (es ist auf unserem Planeten schlicht und ergreifend nicht möglich, grenzenlos zu wachsen), gibt es auf der Welt altruistische Völker die funktionieren. Zugegeben, sie schwelgen nicht in Luxus, und sie wachsen eben auch nicht wie die kapitalistische Population, aber das ist doch letztenendes genau das, wo wir hinkommen müssen, wenn wir mit dem beschränkten Platz, der uns zu Verfügung steht, überleben wollen.

Ganz genau das ist der Punkt über den wir uns im klaren sein müssen!
Wenn wir das von dir hier beschriebene Szenario bzw. diese Lebensweise nicht (wieder) erreichen, dann richten wir uns und die Natur zu Grunde.
Die Natur wird sich nach uns wieder erholen, aber für uns ist es dann definitiv zu spät!
Wir müssen endlich mit diesem Wachstum aufhören, nur da die meisten Menschen nicht auf Luxus verzichten wollen, wird das nicht passieren.
Wir sind eine Spezies dich nicht aus ihren Fehlern lernt, und so lange so weiter macht bis sie irgendwann untergehen wird.
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   28.01.12 0:39

Wenn man die Geschichte mit der Überbevölkerung mal ganz nüchtern betrachtet, ist die einzig sinnvolle Lösung die Unterstützung für dritte Welt Länder zu stoppen.
Haltet mich jetzt bitte nicht für einen Unmenschen, aber wenn ich immer höre wie sich alle über die Überbevölkerung und den Nahrungsmittelmangel beschweren aber gleichzeitig für Spenden in alle möglichen überbevölkerten Gebiete bitten, dann verstehe ich nicht wo da die Logik steckt.
Diese ganzen Ein-Kind-Programme in Indien oder China werden sowieso nicht fruchten (in China höchstens mit Gewalt).
Und es war bis jetzt schon immer so, dass wenn es von einer Spezies zu viele gibt beginnt das große Massensterben, wie aktuell in Somalia.
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   28.01.12 8:57

Es gäbe durchaus akzeptable Lösungen, meiner Meinung nach. Eine 2-Kind-Politik reicht da aus, es würde bereits zu rückläufigen Zahlen führen da man immer eine krankheitsbedingte Ausfallquote hat. Durchsetzen liesse sich das mit Sterilisation. Man hätte damit niemanden seiner Existenz und Lebensberechtigung beraubt.
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   28.01.12 9:25

Eine Geburtenkontrolle wäre ja überhaupt nicht notwendig wenn wir die Medizin nicht hätten.
Die Natur hält das ja eigentlich alles im Gleichgewicht, aber da wir dieses Gleichgewicht mit unserer Medizin außer Kraft setzen haben wir auch das Problem mit der Überbevölkerung.
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   28.01.12 10:25

Ja, aber das entzieht uns doch nicht automatisch der Verantwortung? Ich meine, es ist nun mal so - jeder von uns nimmt gerne medizinische Hilfe in Anspruch, genau so wie wir nur ungern geliebte Mitmenschen verlieren. Das soll auch so sein, und davon müssen wir nicht zurücktreten - alles was wir diesbezüglich tun müssen, ist unsere Überproduktion stoppen. Das würde niemandem wirklich weh tun.
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   28.01.12 10:46

Nun ich weiß nicht was schlimmer ist, es ist ja beides ein starker Eingriff. Klar kann man keinem vorschreiben auf eine medizinische Behandlung zu verzichten, aber ebenso wenig kann man jemanden vorschreiben wieviele Kinder er bekommen soll.
Das ist eine Zwickmühle in der wir da stecken. Aber für eins von beiden muss man sich entscheiden wenn man das Problem in den Griff bekommen möchte, entweder weniger neues Leben zu lassen, oder aber bestehendes Leben was krank ist nicht mehr zu behandeln.

Ich würde da eher zur Begrenzung der Medizin tendieren, denn wir sterben so oder so alle mal, und ob in zwei Jahren oder 10 Jahren...
Damit kommen wir zurück zur Natur, der Starke und Gesunde überlebt. Eine Geburtenkontrolle/beschränkung ist schon wieder ein starker Eingriff in die Natur. Und so hätten wir zusammen mit der Medizin zwei Eingriffe. Anstatt einen einfach wegzulassen kommt noch einer dazu.
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   28.01.12 11:28

Damit nimmst du aber jemandes Recht auf Leben. Einem Ungeborenen kannst du dieses Recht schon gar nicht nehmen.

Beziehungsweise - ich kann es mal so illustrieren: unser Gespräch hier würde vermutlich nicht stattfinden, wenn mir nicht medizinisch geholfen würde. Ich habe eine nicht unerhebliche Nervenkrankheit, die mitverantwortlich für zu geringen Blutdruck ist (was gerne mal zum Kreislaufkollaps führt) und gewisse, sehr unangenehme Symptome hat (essentieller Tremor, Hörsturz, Kopfschmerzen, seborrhoisches Ekzem...).

Der Mensch hat sich ohnehin schon weit von der Natur entfernt. Da dürfte Sterilisierung wohl kaum ein Eingriff in die Natur bedeuten, vielmehr ein Eingriff in die Freiheit der Menschen. Da die Natur uns aber nicht mehr in die Schranken weisen kann, sollten wir das selber tun.


Zuletzt von Kovu am 28.01.12 11:38 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   28.01.12 11:34

Nein, ich nehme damit keinem das Recht auf Leben, die Natur nimmt ihm das Recht, aus einem bestimmten Grund, nämlich das er auf natürlichem Wege nicht überlebensfähig wäre!
Und vielleicht würden manche Menschen dann wieder mehr auf sich und Ihren Körper achten und das Leben mehr schätzen.
Vielleicht achten die Menschen dann wieder mehr darauf was sie für Müll beim Essen zu sich nehmen, hören auf schädliche Substanzen und Gifte zu sich zu nehmen (Rauchen und Alkohol trinken) usw...
Es wäre wieder ein bewussteres Leben.
Viele der Krankheiten die wir heute haben entstehen doch erst weil die Menschen nicht auf sich achten und falsch leben.

Mir ist schon klar das es dich oder mich oder wem auch immer ohne Medizin vielleicht schon dahin gerafft hätte, aber wenn das der Wille der Natur ist dann ist es halt so.
Dafür entsteht dann wo anders wieder neues Leben.
Der Kreis des Lebens Wink

Klar solange es die Medizin gibt, nehme ich sie in Anspruch bis zu einem gewissen Grad, aber wenn es sie nicht gebe, oder wir sie abschaffen müssten unserem Planeten zu liebe, dann hätte ich damit kein Problem. Es hilft ja wie gesagt dem Planeten und kommenden Generationen.
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   28.01.12 11:51

Ich sehe nicht ein wieso. Der Mensch wird immer das best mögliche tun, um sein Überleben zu sichern. Das ist der Lebenserhaltungstrieb. Das ist im übrigen was, das uns von der Natur mitgegeben wurde. In diesem Sinne könnte man genau so gut argumentieren, dass das verwehren medizinischer Hilfe unnatürlich sei.

Es ist nicht so, dass ich dein Argument nicht verstehe. Das Problem der Aushebelung natürlicher Dezimierungsmechanismen ist mir durchaus bekannt. Nur habe ich ein Problem damit, wenn man einen relativ einfachen Eingriff am Menschen (der unser Populationsproblem lösen könnte) unter die Natur stellt, deren Existenz man aber durch den Eingriff erst recht sichern könnte.

Alles was jemand (namentlich der Mensch) dabei verliert, ist eine gewisse (meines erachtens auch unsinnige) Freiheit, über die Zahl der Nachkommen zu bestimmen. Der Verzicht auf diese Freiheit würde eine Menge Probleme lösen, und ich hätte nicht im geringsten Probleme damit, mit diesem Verzicht zu leben.

Des weiteren muss man auch beachten, dass unsere Gesellschaft ihre eigene Dynamik aufweist. Auch wenn gewisse Leute, mich eingeschlossen, vor allem an der Erhaltung der Natur interessiert sind, trifft das auf die Mehrheit der Menschen nicht zu. Die Mehrheit der Menschen will schlicht und einfach selber Leben, unabhängig davon welche Pflanzen und Tiere im Begriff sind auszusterben. Aber genau dort können und müssen wir ansetzen: der Mensch kann ohne Hilfe der Natur nicht überleben. Das bedeutet, wenn wir überleben wollen, müssen alle Menschen daran arbeiten, die Natur zu erhalten... jeder muss für eine gesunde Umwelt sorgen. Einfach mit der Verweigerung medizinischer Hilfe wird man aber kaum erreichen, dass der Mensch an dem Problem arbeitet. Es muss eine praktikable Lösung her, die uns nicht weh tut.
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   28.01.12 14:09

Kovu schrieb:
Das ist im übrigen was, das uns von der Natur mitgegeben wurde. In diesem Sinne könnte man genau so gut argumentieren, dass das verwehren medizinischer Hilfe unnatürlich sei.
Das ist was dran, so habe ich das noch nicht gesehen.
Es ist schon richtig das die Natur uns ja zum dem gemacht hat was wir heute sind.
Nur ist das Problem das wir mit der "Intelligenz" die wir bekommen haben, mit dem technischen Fortschritt usw... eine Menge Verantwortung gegenüber anderen Lebewesen und Pflanzen usw... bekommen haben.
Dieser Verantwortung stellen wir uns aber nicht.
Sicher hast du recht das es nicht damit getan ist auf die Medizin zu verzichten, da gehört eine Menge mehr dazu.


Kovu schrieb:
Auch wenn gewisse Leute, mich eingeschlossen, vor allem an der Erhaltung der Natur interessiert sind, trifft das auf die Mehrheit der Menschen nicht zu. Die Mehrheit der Menschen will schlicht und einfach selber Leben, unabhängig davon welche Pflanzen und Tiere im Begriff sind auszusterben.
Das ist das größte Problem bei dem ganzen. Unser Egoismus!

Kovu schrieb:
Aber genau dort können und müssen wir ansetzen: der Mensch kann ohne Hilfe der Natur nicht überleben. Das bedeutet, wenn wir überleben wollen, müssen alle Menschen daran arbeiten, die Natur zu erhalten...
Ich glaube das weiß sogar der Großteil der Menschen, aber sie sind zu faul und bequem den Luxus den Sie haben zum wohle der Natur aufzugeben. Sie vertrauen darauf das das alles so lange anhält wie sie leben. Was nach ihnen ist, das ist ihnen total egal.

Kovu schrieb:
Einfach mit der Verweigerung medizinischer Hilfe wird man aber kaum erreichen, dass der Mensch an dem Problem arbeitet. Es muss eine praktikable Lösung her, die uns nicht weh tut.
Natürlich ist es damit nicht getan, das sollte auch nicht als alleiniger Lösungsansatz gelten.
Das Problem ist das jeder Lösungsansatz den meisten Menschen "wehtun" wird. Wir müssen in irgendeiner Art und Weise Einschnitte und Änderungen in Kauf nehmen, und irgendwelchen Leuten wird das weh tun, und sie werden nicht bereit sein diese Änderungen durchzuführen!
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BeitragThema: Re: Tech-Burnout   Heute um 17:21

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