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Rulfan's Fan Story (FanFiction)

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Rulfan
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BeitragThema: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   28.07.11 13:42

Ich schmeiss es einfach mal hier rein, würde mich interessieren, was ihr davon haltet:

Er rannte. Er hastete durch den Wald, stolperte über Ranken und Äste, Schweiss tropfte ihm in die Augen.

Sie hatten den Ausflug für unbedenklich gehalten, er und sein Kumpel Hank. Ein Segeltörn durch die Gewässer von Costa Rica, ein bisschen Auszeit, die Inseln zu Fuss erkunden. Natürlich die Inselgruppe „Les quincos Muertes“ grössräumig umfahren, dort war die Insel mit den Sauriern.
Aber dies war Isla Nublar, gute 150 Seemeilen von der anderen Insel entfernt.

Sie hatten vom Segler aus eine Art Anlaufstelle entdeckt und hatten dort angelegt. Es war ein Steg, augenscheinlich für weitaus grössere Schiffe als das Ihre ausgelegt. Die Infrastruktur war grösstenteils zerstört, das Wachhäuschen lag in Trümmern.
Ihm selbst war das nicht geheuer, laut den Karten war die Insel unbewohnt. Wer sollte sich hier niederlassen und etwas aufbauen? Aber Hank hatte die Abenteuerlust gepackt. Er wollte weiter und sehen, was noch zu finden sei.

Die Trümmer waren zu grossen Teilen mit Pflanzen überwuchert, es sah aus, als ob hier seit gut 20 Jahren keiner mehr gewesen war.
Ein altes, abgeblättertes Schild hatte die Anlegestelle als East-Dock ausgewiesen. Hank hatte seinen Camcorder in den Händen und filmte alles was er sah. Es gäbe ein tolles Youtube-Video hatte er gemeint.
Langsam bewegten sie sich über das Dock und erreichten die Strasse, welche in den Dschungel führte. Ein Wegweiser hing schief in den Schlingpflanzen, das Zwischern von Vögeln lag in der Luft. Eines der Schilder war abgebrochen und lag halb vergraben im Dreck. Drei weitere wiesen den Weg zum „Visitor-Center“, „Heli-Port“ und „Power-Plant“. Ein Besucherzentrum hier auf der Insel hatte er Hank gefragt. Vielleicht eine Wellness-Anlage für die Reichen, hatte er geantwortet. Kraftwerk und Heli-Port klangen nicht so interessant das Besuchercenter. Wenn Antworten zu finden waren, dann bestimmt dort…

Sie waren vielleicht 15 Minuten unterwegs, der Pfad war von der Natur zurückerobert worden, als sie bemerkten, dass etwas direkt über den Weg gespannt war. Eine Art Efeu hatte sich darumgewickelt. Hank schob die Pflanzenranken zur Seite und entdeckte darunter ein Stahlseil. Sie sahen sich verwundert an und folgten dem Seil. Etwas tiefer im Wald war es um einen grossen Baum geschlungen, also eine Sackgasse. Als sie dem Seil folgten, standen sie plötzlich vor einem kleinen Abhang, das Seil führte hinauf in eine Ansammlung von Pflanzen. Der Umriss erinnerte sie an etwas, kastenförmig, vertraut.
Auch hier zerrissen Sie die Ranken, verrostetes Blech trat zum Vorschein. Die Farbe hatte sich längst abgelöst aber es war eindeutig ein Jeep. Die Reifen waren platt, die Frontscheibe eingedrückt und mit spinnennetz-artigen Sprüngen überzogen. Mit einem kräftigen Ruck konnten Sie die Fahrertüre aufziehen. In der feuchten Luft hatte sich das Interieur längst aufgelöst und war vermodert. Allerdings nicht die Knochen, welche im Innern lagen. Ein Schädel grinste sie aus dem Fussraum des Beifahrersitzes an, Rippen und Beinknochen waren über den ganzen Fahrgastraum verteilt und längst ausgebleicht. Hank griff nach etwas, dass am Rückspiegel hing, es musste einmal eine Art Karte gewesen sein. Jetzt war es ein vermodertes Stück Karton, welches wohl einmal rot und gelb gewesen war. Eine gelbe Plastikplane viel ihnen ins Auge und als sie das Teil aus dem Wagen zogen, wurde ersichtlich, dass es ein zerrissener Regenmantel war.
Hier würde es keine Antworten, nur mehr Fragen geben, hatte er zu Hank gesagt, hatte sich umgedreht und war weiter in Richtung Center gegangen.

Einem geschlungenem Pfad folgend, erreichten die beiden ein eine Art Schleuse, eingelassen ein einen hohen Zaun, die Türen standen weit offen. Beide sahen sich an, man sah die unausgesprochene Frage, für was man einen solchen Zaun benötigen würde. Hank versuchte die Situation aufzulockern und fragte laut, ob hier King Kong zu Hause wäre.
Der Zaun war ebenfalls bereits von Pflanzen eingesponnen, aber durch das Gestrüpp blitzte etwas weisses, ein Schild, 10000 Volt war darauf zu lesen. Ein Hochspannungszaun also.
Sie traten durch die Schleuse im Zaun und folgten weiter dem Pfad, im Dschungel raschelte es unentwegt, Vögel kreischten in den Ästen.

Sie erreichten eine lange gerade Strasse, welche zu einem grossen Gebäude hinauf führte. Dies musste das Besuchercenter sein. Teilweise verfallen, ebenfalls von der Natur zurückerobert, mit teilweise eingestürztem Dach schien es sich noch immer gegen die Natur zu wehren.
Teilweise war die Fassade von Efeu bewachsen, doch waren noch immer die gefälschten Fossilien, welche in den Wänden eingelassen waren sichtbar. Beide sahen sich an, der Gedanke war sichtbar. Saurier, hier? Auf Isla Nublar? Gehört hatten sie nichts davon.

Kräftig zogen sie am Portal und knarrend öffneten sich die Türen. Das Bild, welches sich vor Ihnen ausbreitete, zeigte ein Schlachtfeld. Trümmer, und Teile, die wie Knochen aussahen bedeckten den Boden. Dazwischen immer wieder Pflanzen, welche sich einen Weg in das Gebäude zu bahnen.
Einige der Knochen waren dunkel, eindeutig Fossilien. Doch einige waren relativ hell, klein und teilweise zerbrochen. Hank hob einen Schädel auf, das Gebiss eines Raubsauriers fletschte ihn an. Das muss einer dieser Raptoren gewesen sein, murmelte er.
Gab es nicht einmal Gerüchte über einen Zoo, in dem die Saurier hätten ausgestellt werden? Das wurde doch damals alles dementiert.

Langsam bewegten sie sich durch die schummrigen Gänge, er hatte sich inzwischen mit einem dicken Ast, welcher er in der Vorhalle entdeckt hatte, bewaffnet.
In etlichen Räumen standen PC’s, die Monitore mit einer Patina aus Vogelkot, Staub und Grünspan überzogen. Ein vergilbtes Schild mit der Aufschrift „Cafetaria“ weckte ihre Neugierde. Im Restaurant zeigte sich ebenfalls ein Bild der Verwüstung, umgeworfene Stühle und Tische, an der Wand musste wohl eine Art Buffet gestanden haben. Dieses war von Moder überzogen, darunter war Geschirr zu erkennen. An der gegenüberliegenden Wand sah man ein Bild, eine urzeitliche Szene mit Sauriern und Dschungel. Darüber ein Schriftzug aus ablätternden Schriftzeichen, Jurassic Park.

Bis jetzt hatten die beiden noch kein verdächtiges Lebewesen gesehen, das Rascheln im Dschungel konnte von allem möglichen gewesen sein. Vielleicht lebten die Tiere ja nicht mehr, in der Vorhalle waren ja relativ frische Knochen zu finden gewesen.
Hank filmte nach wie vor die ganze Zeit und flüsterte, dass sie zurückgehen sollten.
Auf dem Rückweg fanden Sie den Kontrollraum, ebenfalls verwüstet mit Schusslöchern in den grossen Fenstern, welchen den Raum selbst gut einsehbar machten. Das eine Fenster war eingeschlagen. Oder war etwas grosses durch die Scheibe geknallt.

Als sie die Vorhalle erreichten, traten sie ins freie und orientierten sich neu. Den Weg, den sie gekommen waren, wieder für den Rückweg zu nehmen war die logischste Option.

Immer den Wald im Auge behaltend, bewegten sich die beiden Männer auf der Strasse wieder in Richtung Dock. Als die Schleuse im Zaun bereits in Sicht war, klang ein lautes Pfeifen aus dem nahen Dschungel, Bewegungen waren im Halbdunkel zu erkennen. Sie begannen von der Angst getrieben in Richtung der Schleuse zu rennen, während in ihrem Rücken bellende Laute zu hören waren. Als Hank einen Blick zurück war, entkam seinen Lippen ein Schreckenslaut.
Hinter ihnen waren zwei Tiere aufgetaucht, mannshoch, schlank, mit kräftigen Greifarmen und nach hinten ausgestreckten Schwänzen. Schnell näherten sich die beiden Tiere, pfeifend und mit aufgerissenen Schnauzen.

Die Schleusentüre hinter sich zuziehend, erreichten die Männer den Zaun. Sofort zogen sie den Riegel des Tores zu, als die beiden Echsen gegen die Schleuse prallten. Die Tiere krächzten, pfiffen und rüttelten an der Türe. Hank grinste und meinte, den beiden hätten sie es gezeigt. Da blickte eine der beiden Echsen hinunter zum Riegel der Türe, fasste danach und zog in langsam zurück. Die Tiere waren intelligent genug, die Funktion von Türen begriffen zu haben.
In der Sekunde dieser Erkenntnis rannten beide Männer aus der Schleuse, Richtung East-Dock.
Darauf mussten die Raubtiere gewartet haben, kaum hatten sie ein ca. zwei Dutzend Meter zwischen sich und die Schleuse gebracht, brachen zwei weitere Saurier aus dem Gehölz und rannten auf die beiden flüchtenden zu.

Hank schrie auf und stürzte, einer der Raubdinosaurier hatte ihn angesprungen, eine sichelförmige Kralle, welche sich an seinem Fuss befunden hatte, in den Unterbauch getrieben, die Kiefer in die Schulter vergraben. Der zweite Raubsaurier schnappte sich einen Arm, riss daran, solange bis das Gelenk nachgab.

Er drehte sich nicht um, rannte um sein Leben. Hinter sich hörte er ein reissendes Geräusch und wagte nicht sich vorzustellen, was passieren würde, wenn sie ihn kriegen würden.
Äste mit grossen Blättern peitschten in sein Gesicht, Wurzeln schienen nach seinen Füssen zu greifen, damit er stolpere.
Schweiss tropfte ihm vom Gesicht, seine Lungen brannten. Keuchend kam er zum stehen. Seinen Knüppel hatte er bei der Flucht verloren und stemmte nun die Hände auf die Knie. Gierig sog er die Luft in die Lungen und versuchte zu Kräften zu kommen.
Dichtes Buschwerk umgab ihn, ein paar Felsen waren auszumachen. Von den Sauriern war nichts mehr zu hören und er hoffte, dass ihnen ihre Beute fürs erste reichen würde. Als im klar wurde, dass die Beute sein Kumpel Hank gewesen war, wurde ihm schlagartig übel und er übergab sich in den nächsten Busch. Hank war tot, zerrissen von Raubtieren, gezüchtet von habgierigen Geschäftsleuten.

Sein Blick fiel auf einen Ast, am einen Ende knüppelförmig verdickt, am anderen Ende spitz abgebrochen. Nicht die beste Waffe, aber besser als nichts, ging ihm durch den Kopf. Er wog den Ast in den Händen und beschloss, ihn auf jeden Fall mitzunehmen.

Durch das Dickicht hörte er ein Bach rauschen. Durst plagte ihn.
Der Bach war ein nicht breit, ein paar Bachsteine lagen darin verteilt und das Wasser sah sauber aus. Mit beiden Händen schöpfte er das Wasser zu seinem Mund, kühl und süss rann es durch seine Kehle.
Ein Trillern erregte seine Aufmerksamkeit, er schreckte hoch, wusste er doch von Safaris, welche er mit seiner Frau in der Vergangenheit gemacht hatte, dass Wasserläufe durchaus zum bevorzugten Jagdgebiet von Raubtieren war. Und von denen schien es hier reichlich zu geben.
Das Trillern wiederholte sich, etwas Kleines huschte durch das Gebüsch. Ein kleiner Saurier hüpfte aus dem Gebüsch, ein bunter Doppelkamm zierte seinen Kopf. Interessiert beäugte das Tier seinen Gegenüber. Langsam hob er den Ast mit der spitzen Seite nach vorne und stach nach dem Tier. Empört trillernd hüpfte es zurück, legte den Kopf schief und betrachtete diese seltsame Erscheinung.

Plötzlich knackte es im Dschungel, der Kopf des Sauriers flog herum. Wütend zischend sprang er mit grossen Sprüngen zurück in die Büsche und verschwand.
Lauernd hielt er den Ast erhoben, äugte in alle Richtungen. Am Bach konnte er nicht bleiben, das stand fest. Langsam zog er sich zwischen die grossen Blätter zurück, lies die Umgebung nicht aus den Augen.
Wo war er? Bei seiner überstürzten Flucht hatte er nicht auf den Weg geachtet, die Richtung wohl ein paar Mal gewechselt. In welcher Richtung das East-Dock wohl zu finden war?
Er versuchte sich zu orientieren. Wenn er in die falsche Richtung ging, würde er tiefer in die Insel vorstossen und dies konnte nicht zu seinem Besten sein. Plötzlich konnte er durch die Blätter aufgesprungenen Asphalt ausmachen, die Strasse. Erleichtert atmete er aus, er würde zurückfinden.

Vorsichtig folgte er der Strasse, lauschte auf jedes Knacken und Rascheln im Wald. In einiger Entfernung konnte er das über die Strasse gespannte Seil ausmachen, er war somit auf dem richtigen Weg.
Unbehelligt erreichte er das Hindernis, stieg darüber und bewegte sich vorsichtig auf der Strasse weiter. Unbehelligt kam er am East-Dock an, das Schiff war nach wie vor sicher vertäut am Steg.
Ein kleiner Schuppen fiel im auf, die Türe geschlossen. Leider hatte Hank die Kamera in den Händen gehalten, als er von den Raubsauriern angegriffen worden war. Vielleicht fand er einen Beweis, dass auch diese Insel von Sauriern bewohnt war. Hätte er nur den Schädel aus der Vorhalle des Besucherzentrums mitgenommen.
Mit einem Tritt verschaffte er sich Zutritt zum Schuppen. Dämmriges Licht viel durch Ritzen in den Wänden und der Decke. Auf der gegenüberliegenden Seite stand ein Regal und sauber darauf aufgereiht lagen orange Arbeiterhelme mit einem Emblem auf der Vorderseite. Das Emblem des Parks mit dem Namenszug. Er schnappte sich einen, klemmte sich diesen unter den Arm und wollte bereits gehen, als sein Blick auf ein Klemmbrett fiel. Vergilbt und verwellt waren Dokumente darauf befestigt, allem Anschein nach Lieferpapiere. Sauber abgehackt waren Namen darauf notiert: Tyrannosaurus Rex, Brachisaurus, Triceratops, Velociraptor, Gallimimus, Parasaurolophus, Dilophosaurus.
Das sollte reichen, um die Behörden zu alarmieren.

Sanft dümpelte der Segel in den Wellen. Alleine hätte er ihn nicht flott bekommen, doch verfügte das Schiff über einen Autopilot, welcher sogar die Segel steuerte. Hinter ihm lag die Insel, er war entkommen, der Kurs war programmiert und würde ihn zurück zum Hafen bringen.
Ein Gefühl des Hungers überkam ihn, während seiner Flucht hatte er es nicht wahrgenommen. Über das leicht schwankende Deck ging er zur Tür der geräumigen Kabine, langte nach der aus Messing gefertigten Türklinke, und zog die Türe auf.
Ein Schatten aus Zähnen und Klauen sprang ihn an, scharfer Schmerz schoss durch seine Brust und er wurde zurückgeworfen.

Das letzte was er sah waren ein Kiefer, gefüllt mit scharfen, gekrümmten Zähnen und zwei weitere Tiere die sich aus der Kabine drängten…
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Rulfan
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BeitragThema: Re: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   26.08.11 9:37

hmm, mag niemand einen Kommentar abgeben?
Bin bereits an einer Fortsetzung am tippen.
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BeitragThema: Re: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   02.02.12 13:48

So, hier mal der erste Teil der Fortsetzung:

Jurassic Park: Raptors on the Beach

Carlos Ramirez sass an der Kai-Mauer und biss herzhaft in sein Schinken-Sandwich, dass ihm seine Frau heute als Mittagsmahlzeit eingepackt hatte. Vor sich hinlächelnd, genoss er jeden Bissen und dachte daran, wie gut seine Frau doch kochen konnte.
Die Sonne stand hoch über ihm, ein laues Lüftchen ging und die Möwen kreischten in der Luft. Hier in Costa Rica war Sommer und die Temperaturen hoch.
In der Ferne konnte Carlos eine Segelyacht ausmachen, welche unter Motor laufend, auf den Hafen zuhielt. Der Grösse nach zu urteilen, musste Sie einem der reichen Touristen aus den Vereinigten Staaten oder einer der Mietagenturen gehören.
Ein einfacher Hafenarbeiter wie er, konnte sich so einen Luxus nicht leisten.

Langsam kam die Yacht näher, der Motor tuckerte vor sich hin. Auf Deck war niemand zu sehen, stellte Carlos fest. Dies war seltsam, wollte die Crew denn in die Kai-Mauer steuern?
Langsam erhob er sich, ging den Kai entlang und winkte mit den Armen.
Die Yacht kam näher, kein Zeichnen von der Crew oder dass die Geschwindigkeit gedrosselt werden würde.

Mit einem lauten Knall krachte der Segler in die Kai-Mauer und schleifte daran entlang in Richtung Anlegestelle. Carlos rannte hinterher, laute Rufe schollen auf und andere Hafenarbeiter kamen angerannt.
Alle erstarrten, als sie das Deck sahen. Blutverspritzt lag eine zerfetzte Leiche darauf. Kaum war zu erkennen, um was für ein Geschlecht es sich handelte, die Bauchdecke aufgerissen, Rippen standen blank aus dem Körper, ein Unterarm lag ca. 2 Meter davon entfernt. Entsetzte Laute wurden ausgestossen, einige der Arbeiter bekreuzigten sich.

Einer der Arbeiter sprang auf das Deck hinunter. Schlagbereit hielt er ein Brecheisen in der Hand und ging langsam auf die Steuerkontrollen zu und stellte den noch immer laufenden Motor aus.
Vorsichtig kniete er sich neben den zerfetzten Leichnam und nahm ihn in Augenschein. „ Lass ihn liegen bis die Polizei da war“ rief Carlos herunter. Der Hafenarbeiter lies die Leiche liegen und sah sich weiter auf dem Deck um. Über das ganze Deck waren rote Blutspritzer verteilt, Knochensplitter und auch Kratzer. Er untersuchte diese näher mit dem Brecheisen und stellte überrascht fest, dass es ziemlich tiefe Kratzer waren. Ganz offensichtlich waren es keine Kratzer, welche bei einer normalen Benützung des Schiffes entstehen würden. Auch fiel ihm auf, dass die Blutspuren zur Kabinentür führten.

Oben auf der Mauer diskutierten die Arbeiter heftig, was hier passiert sein könnte, ob Rebellen dahinter stecken würden oder eine Naturgewalt. Der Arbeiter auf dem Schiff hatte sich inzwischen der Kabinentür genähert, welche nur angelehnt im Rahmen hing. Vorsichtig streckte er die Hand nach dem Knauf aus und zog die Türe, das Brecheisen vor sich erhoben, auf.
Ein Zischen war aus der Kabine zu hören und ein süsslicher Geruch nach Verwesung stieg ihm in die Nase.
Ein Rumpeln begleitet von einem Zischen war zu hören. Vorsichtig zog er die Türe auf. Im innern lag alles in Trümmern, der Geruch war überwältigend. Drei grosse Echsen lagen im Innern, bewegten sich allerdings kaum. „Amigos, ruft die Polizei!“ rief der Arbeiter seinen Kameraden hoch. Sofort zückte einer sein Mobiltelefon.

San Diego, 3 Tage später
Der gut gekleidete Mann im dunklen Anzug griff nach dem Hörer und hob ab: „Johnson“.
„Hallo Mr. Johnson“, klang es aus dem Hörer, „hier spricht Greyhawk. Mr. Johnson, Moment X ist eingetreten. Unsere Befürchtungen haben sich bewahrheitet und weitere Tiere sind auf das Festland vorgestossen. Laut dem Navigations-Computer der Yacht von Sorna aus.
Nach meinen Informationen wurden in einem Hafen in Costa Rica 3 Raptoren auf einer Segelyacht, welche havarierte, aufgefunden. Die Hafenpolizei hat die Tiere, welche stark dehydriert und ausgehungert waren, in Gewahrsam nehmen können. Dies ist nach den drei entflohenen Pteranodons der zweite Fall. Und wir erinnern uns noch gut an den ersten Fall, nicht wahr?“

Johnson nickte, die Ereignisse rund um die Flugsaurier waren ihm noch all zu gegenwärtig. Die drei Tiere hatten sich in der Wüste von Amerika angesiedelt, erst Jagd auf Rinder gemacht. Danach waren mehrere Menschen verschwunden. Der örtliche Sheriff war zusammen mit FBI-Agenten der Sache nachgegangen. Etliche Leute hatten dabei den Tod gefunden, darunter der Sheriff selbst. Aber die Saurier selbst wurden dabei ebenfalls getötet.

„Wie ist der Status der Objekte?“, fragte er leise.
„Die Hafenpolizei hat die Tiere der Veterinärbehörde übergeben. Diese hat die Saurier ein einer umzäunten Anlage untergebracht, in einem Käfig, welcher 24 Stunden überwacht wird.“, erwiderte Greyhawk.
„So intelligent wie die Tiere sind, wir man sie so nicht lange festhalten können. Ist ihr Team bereit?“
Greyhawk bestätigte, man könne die Tiere wohl innert den nächsten 12 Stunden sichern. In diesem Fall in eine Anlage von InGen überführen, in welcher sie verwahrt und auf die Insel zurücktransportiert werden konnten.
„Dann tun Sie es!“, ordnete Johnson an.

Langsam setzte er sich in seinen Sessel. „Raptoren auf dem Festland!“, murmelte er entsetzt und schüttelte den Kopf. Die letzte Episode mit den Flugsauriern hatte dutzende Millionen gekostet. Etliche Leute waren zu Schaden gekommen. Normalerweise hätte man die mit Entschädigungen zum Stillschweigen bringen können. Dieses Mal kaum, die Publicity war miserabel für InGen. Die Aktien waren zeitweise in ein Tal gerauscht.
Es war nicht das erste Mal gewesen, dass Saurier von den Inseln entkommen waren. 1997 hatte sein Vorgänger, Peter Ludlow, eine Jagd-Expedition auf die Produktions-Insel von InGen angeführt um dort die vorhandene Software, die Tiere, einzufangen und nach San Diego zu überführen. Die Expedition war misslungen, die meisten Teilnehmer kamen ums Leben. Ludlow konnte gerade mal einen erwachsenen und einen jungen T-Rex erbeuten. Der T-Rex war danach in San Diego Amok gelaufen und Ludlow selbst hatte ebenfalls mit seinem Leben bezahlt.
Seit dem hatte er die Leitung von InGen inne, hatte die Klippen umfahren können und die Firma vor dem Untergang gerettet.
Die Welt wusste nun von den geklonten Tieren. Diese stellten sowohl eine grosse Kapitalmöglichkeit, allerdings auch eine grosse Gefahrenquelle dar. Das betreten der Insel Sorna war verboten.
Nur die Mitarbeiter von InGen wussten von der zweiten Insel, Isla Nublar, und dem Park. Allerdings lag diese weiter draussen auf See. Und dort gab es keine fliegenden Tiere. Daher war ein Entkommen fast ausgeschlossen worden. Doch die Expertenmeinungen waren somit ad absurdum geführt worden…

Los Hostados, 1 Stunde später
Das örtliche Veterinäramt glich dem Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses. Eine Infanterie-Einheit mit 20 Mann war vor Ort und bewachte ihre etwas „ungewöhnlichen“ Besucher.
Drei ausgewachsene Raptoren waren in einem Käfig untergebracht worden. Darum herum war eine Reihe Stacheldraht gezogen worden, welcher unter Strom stand. Rund um die Uhr waren Sicherheitsposten um den Käfig stationiert. Soviel man wusste, waren diese Tiere äusserst gefährlich und mussten mit grösster Vorsicht behandelt werden. Sollten die Tierärzte die Echsen untersuchen, wurden alle drei betäubt, um jede Gefahr auszuschliessen.

Dr. Santos betrachtete die Tiere auf dem Bildschirm. Lauernd sassen sie in der Mitte des Käfigs, äugten nach allen Seiten und behielten die bewaffneten Wachen im Auge.
Schnell hatten sie gelernt, dass sich ein nähern an die Gitterstäbe nicht lohnte, die Wachen riefen gleich und drohten mit den Waffen. Erst hatte er gedacht, dass dies keinen Eindruck auf die Echsen machen würde, doch musste er feststellen, dass sie anscheinend ziemlich intelligent waren. Und dies beunruhigte ihn auf’s äusserste. Deshalb hatte er empfohlen, die Tiere zu betäuben, sollten Sie untersucht werden.
Die Untersuchungen waren nötig gewesen, denn die Tiere waren stark dehydriert gewesen. Lange hätten sie nicht mehr durchgehalten.

Anhand des Navigations-Computers der Yacht hatte man herausgefunden, dass das Schiff bereits 4 Tage unterwegs gewesen war.
Dass Saurier auf Isla Sorna lebten, war bekannt, aber auch Nublar? Das war neu, keine Regierungsstelle wusste davon. Nach dem Amoklauf eines Raubsauriers im Jahr 97 wurde die Firma InGen von der Regierung der vereinigten Staaten gezwungen, die Geheimnisse offen zu legen. Seit damals wurde Sorna stark überwacht. Doch es hatte den Anschein, dass es noch Geheimnisse gab, welche noch aufzudecken waren.
Die Regierung von Costa Rica machte bereits Druck auf die Regierung der Staaten, damit man erfuhr was sich auf Nublar abspielte.

Trotz der Dehydrierung hatten sich die Tiere soweit gut erholt, hatten sich sofort über das frische Wasser hergemacht und auch die angebotene Rinderhälfte verzehrt.
Allerdings war noch nicht klar, was mit den Sauriern passieren sollte. Am wahrscheinlichsten war, dass sie nach Sorna transportiert und in die Wildnis entlassen werden würden. Sie hatten keine Bürger von Costa Rica getötet, ihr Opfer auf dem Schiff war ein amerikanischer Tourist gewesen.
Hätten sie einen Einwohner von Costa Rica verletzt oder getötet, wären die Tiere eingeschläfert worden.

Als Wissenschaftler und Tierarzt interessierte sich Santos enorm für die Tiere. Eine Lebensform, welche seit 65 Millionen Jahren ausgestorben war, behandeln zu können, war ein einmaliges Erlebnis. Auch wenn einige Personen behaupteten, dass es sich bei den geklonten Tieren nur um Themenpark-Monster handle, war es eindeutig lebende, atmende Tiere. Dinosaurier! Die Vorstellung alleine lies ihn erschauern.
Selbstverständlich sammelte er bei den Untersuchungen, welche alle 12 Stunden stattfanden, reichlich Proben und Daten.
Sollten die Echsen getötet werden, wollte er zumindest soviel über sie herausfinden, wie nur irgend möglich.

Über dem Costa Ricardischem Flugraum, 5 Stunden später
Greyhawk döste vor sich hin. Das stetige Brummen der Flugzeugtriebwerke hatte ihn eingelullt. Seit rund 2.5 Stunden war er und sein Team in der Luft und unterwegs nach Costa Rica.
Das Team selbst bestand aus 5 Mann, einschliesslich ihm selbst. Alles waren erfahrene Söldner mit Dschungelkampferfahrung, Erfahrung im Kampf in urbanem Gelände und Nahkampf.
InGen hatte diese Männer angeheuert, damit diese sich in praktisch jeder Umgebung bewegen, verteidigen und kämpfen konnten, wobei sie bevor sie ihre Verträge unterschrieben hatten, nicht genau wussten, auf was sie sich einliessen. Sie wussten nur, dass wenn Sie geschnappt würden, InGen jede Kenntnis bezüglich des Unternehmes oder den Männern leugnen würde.
Greyhawk selbst war ein Halbblut. Seine Mutter stammte aus Kanada, sein Vater war ein Sioux. Aufgewachsen war er bei seinem Vater. Von ihm hatte er die Leidenschaft für die Jagd geerbt. Auch hatte er in der US-Army gedient und war in einer breiten Bandbreite an Waffen und Kampftaktiken geschult.
Die anderen Männer waren Burke, Miller, Sawalla und Tennhauser. Sie alle waren ehemalige Green Berets oder Marines und waren ehrenhaft aus der Army entlassen worden.
Ausbildungstechnisch waren die Männer klassisch geschult. Was die technische Ausrüstung anbelangte, hatte InGen sich nicht im geringsten lumpen lassen.
Messer und Pistolen waren noch die einfachsten Utensilien, mit welchen die Männer ausgerüstet waren. Sawalla trug eine Art Raketenwerfer bei sich, welcher Netze aus Kevlar verschoss. Burke und Tennhauser waren mit Betäubungs-Schnellfeuergewehren bewaffnet, welche in der Minute 30 Pfeile verschossen. Damit wollte man sich schnell bewegender Beute begegnen. Die Pfeile selbst waren mit einem schnell wirkenden Sedativ befüllt, welches die Beute innert Sekunden lähmen sollte.
Miller und Greyhawk hatten als einzige neben ihren Pistole eine tödliche Schusswaffe, eine M16, bei sich. Allerdings hatten sie zur Bekämpfung von menschlichen Zielen Taser bei sich.
Die Kampfanzüge selbst waren ebenfalls Hightech. Aus leichten, aber dennoch leitfähigem Metall bestehende Brustpanzer, welche unter Strom gesetzt werden konnten, unter welchen eng anliegende Overalls getragen wurden, sollten die Einheit vor den Angriffen der Raubtiere schützen.

In einer halben Stunde sollten sie über dem Zielort abspringen, in die Anlage eindringen, die Wachmannschaft ausschalten und die Tiere betäuben.
Einsatzorder war, dass sie nicht aufgegriffen wurden oder dass eine Person zu Schaden kam.

Los Hostados, 25 Minuten später
Langsam ging Dr. Santos um den Käfig der Raptoren herum. Alle drei lagen am Boden und waren augenscheinlich bewusstlos. Die Stacheldrahtumzäunung war im Moment nicht unter Strom, allerdings waren die Wachen aufmerksam. Die übliche Kontrolle des Metabolismus der Tiere stand an und er freute sich, die Saurier weiter studieren zu können.
Routiniert öffnete der das Schloss des Käfigs auf und trat ein. Ein typischer Raubtiergeruch ging von den Echsen aus.
Als er sich näherte, bemerkte er eine Bewegung in den Schatten auf dem Laufgang über dem Käfig und blieb stehen. Allerdings war danach nichts mehr zu sehen.
„Muss wohl an der Anspannung liegen“, murmelte er und ging auf die Tiere zu und merkte wie er auf etwas trat. Verwundert hob er den Fuss und sah, dass darunter ein zerbrochener Betäubungspfeil lag. „Ist wohl beim umfallen heruntergefallen und zerbrochen“, dachte er und kniete sich hin. Behutsam tastete den ersten Saurier ab. Noch immer faszinierte ihn die kräftige Muskulatur, welche unter der warmen Haut fühlbar war.

Plötzlich schrie über ihm einer der Wachposten auf. Santos Blick schoss hoch und er sah, wie der Soldat von Stromstössen zuckend zu Boden ging.
Aus allen Ecken schienen sich Schatten zu lösen, die anderen Wachposten fuhren auf und eröffneten das Feuer.
Santos duckte sich und bemerkte eine Bewegung unter sich. Der Raptor bewegte sich! Zischend erhoben sich die drei Tiere, einer liess einen Betäubungspfeil aus seinen Krallen fallen. Santos sah den Pfeil fast in Zeitlupe fallen, „Cleveres Biest“ entfuhr es ihm. Er schrie auf, als der Raptor, welchen er gerade noch untersucht hatte, ihm mit seiner Fusskralle den Bauch aufriss.
Blutend ging er zu Boden und sah entsetzt, wie die Tiere aus dem Käfig ausbrachen und durch das Tor im Stacheldraht nach draussen sprinteten. Doch eines der Tiere stolperte, fiel in den Stacheldrahtzaun und rührte sich nicht mehr.

Die Wachposten riefen auf spanisch Befehle, Schnellfeuergewehre ratterten los.
Im allgemeinen Chaos des Gefechtes wurde der Ausbruch der Raubsaurier nicht einmal bemerkt.
Tennhauser ging im Kugelhagel zu Boden, Greyhawk deutete seinen Männern, sie sollten sich zurückziehen.

Schnell zog sich das Eingreifteam zurück und eilte in Richtung Ausgang.
Der Plan sah vor, sich zu einem Treffpunkt mit dem Hubschrauber durchzuschlagen.
Im Laufschritt rannten die vier Männer hintereinander aus dem Haus. Schlagartig blieb Sawalla, welcher die Führung übernommen hatte, stehen. Vor ihm standen 7 Mann der Armee und zielten mit entsicherten Gewehren auf die Söldner.

Los Hostados, 2 Stunden später
Grelles Licht schien in Greyhawks Gesicht. Schon seit einer guten Stunde wurde er und sein Team von den Behörden verhört.
„Also, fassen wir nochmals zusammen“, sagte der Beamte in zivil, welcher ihm gegenüber sass und zog nochmals an seiner Zigarette. „ Ein Segelboot, unter Autonavigation laufend, läuft in einen nahen Hafen ein. An Bord finden Hafenarbeiter eine zerfetzte Leiche und drei Raubsaurier. Velociraptoren um genau zu sein. Ebenfalls finden meine Leute an Bord einen Helm eines Mitarbeiters des Jurassic Park, einer Unternehmung der InGen. Und wir finden Lieferpapiere für Tiere wie die Raptoren, Brachisaurier etc. Kurze Zeit darauf dringt ein Söldnerteam, ausgerüstet mit modernster Technik und Waffen in den Komplex ein, in welchem die Tiere gefangen gehalten werden, wobei dieses Team geschnappt wird und zwei Saurier entwischen konnten. Und Sie wollen mir sagen, dass Sie keine Ahnung haben, wer Sie engagiert hat? Wollen Sie mich für dumm verkaufen?“
Greyhawk blinzelte gegen das Licht, verzog allerdings anderweitig keine Miene. Wenigstens hatte ihm der korpulente Beamte, welcher lässig an der Scheibe lehnte einen Becher mit Kaffee gebracht. Dass ausserhalb der Scheibe weitere Agenten sassen und ihn beobachteten, war im klar. Dass sein Team wohl in ähnlichen Räumen verhört wurde, konnte er sich ebenfalls gut vorstellen.
„Ich wiederhole, ich kenne meine Auftraggeber nicht.“

Entnervt warf der Beamte seinen ohnehin leeren Kaffeebecher gegen die Wand und rief: „Hören Sie zu Freundchen, Costa Rica ist ein Ferienparadies und zwei der gefährlichsten Raubtiere dieser Erde streifen frei herum. Wollen Sie und Ihre Kumpels zusätzliche Tote auf dem Gewissen haben? Einer Ihrer Männer ist bereits tot und Doktor Santos ringt ebenfalls mit dem Tod.“

Diesem Argument konnte sich Greyhawk nicht verschliessen. Nicht, dass ihn der Tod von Tennhauser persönlich gerührt hätte, aber dass Zivilisten, Urlauber, zu Tode kommen würden, das war ein guter Grund.
„Also gut, dieser Punkt geht an Sie. Allerdings würde ich gerne, bevor ich Ihnen weiterhelfe, zwei Bedingungen aussprechen:
Erstens: Meine Männer und ich werden nach getaner Arbeit wieder in die USA entlassen.
Zweitens: mein Auftraggeber bleibt geheim.
Können Sie mir dies zusichern?“
Der Beamte sah in Richtung der Scheibe und sagte kurz darauf: „Wir werden darüber nachdenken.“ Damit stand er auf und verlies den Raum.
Uniformierte betragen den Raum und packten Greyhawk. Kurze Zeit später fand er sich in seiner Zelle wieder.

Es kam ihm wie Stunden vor, als sich der Zelle Schritte näherten und Schlüssel klirrten. Die Zellentüre rasselte auf und der bereits bekannte Regierungsbeamte betrat den Raum. Lässig stellte er sich neben die Pritsche und sah zu Greyhawk herunter: „Also gut, Ihre Männer und Sie werden von uns nach Erfüllung des Auftrags an Ihr Land ausgeliefert. Dass Sie uns den Auftraggeber nicht nennen ist egal, die Beweise zeigen so oder so, dass die Tiere von InGen stammen.
In einer Stunde werden Sie sich mit unserem Team zusammenfinden und Instruktionen erhalten.“.

Die Dämmerung brach bereits an, als das InGen-Team auf Lastern in ein Camp der Armee von Costa Rica gefahren wurde. Ihre Ausrüstung hatten sie nicht erhalten und auf der Ladefläche sassen zwei grimmig aussehende Wachen, welche aber wohl spielend von dem Team hätten überwältigt werden können. Allerdings wollten es sich die Männer mit der Regierung nicht verscherzen.
Holpernd kam der Laster zum stehen, die Heckklappe wurde heruntergeklappt und die Soldaten sprangen herunter. Die Söldnertruppe erhob sich und sprang ebenfalls von der Ladefläche.
Sie standen inmitten eines Militärcamps bestehend aus Baracken und Zelten und wurden von den Soldaten zu einer Baracke in der Mitte eskoriert.
Drückende Hitze herrschte draussen, aber als sie das Gebäude betraten, umfing sie angenehme Kühle. Der Raum selbst wurde von einem grossen Tisch und dahinter einer grossen Karte von Costa Rica dominiert. Es waren bereits Militärs anwesend, welche sich leise unterhielten.
Alle Köpfe drehten sich in Richtung der Gruppe von Söldnern. Miller salutierte aus alter Gewohnheit, was dem Rest des Teams schmunzeln liess.
Ein stämmiger Seargant wies auf die freien Stühle und rief etwas auf spanisch. Alle nahmen Platz und richteten die Augen auf die Karte.
„Aus Rücksichtsnahme auf unsere amerikanischen Gäste werde ich englisch sprechen,“ begann der Offizier, „ Um 23.23 Uhr letzte Nacht flohen zwei der aufgegriffenen Raptoren. Dies wurde durch Ihr Team, Mr. Greyhawk, ermöglicht. Sie lenkten die Wachen ab.
Nun, bevor zivile Opfer zu beklagen sind, gilt es die beiden flüchtigen Tiere auszuschalten. Dies bedeutet tot oder lebend. Der Wert der Saurier für die Firma InGen ist für uns unerheblich. Das Team, welches Jagd auf die Tiere machen wird, besteht aus dem ursprünglichen Team von InGen, welches von der costaricanischen Armee angeführt wird.
Den Tieren wurden während der ersten Untersuchung von unserem Team Peilsender eingepflanzt, also sollten sie relativ einfach aufzuspüren sein. Momentan bewegen sie sich durch dichten Dschungel. Allerdings ist in ca. 15 Meilen Entfernung eine Ferienanlage. Die Raptoren sind unbedingt vorher aufzuhalten oder einzufangen.
Finden Sie sich in 10 Minuten im Waffendepot ein um sich auszurüsten. In spätestens 30 Minuten sind Sie unterwegs. Wegtreten!“.

Greyhawk und seine Männer folgten den Soldaten ins Zeughaus, ein grosses Zelt am Südende des Lagers. Als sie eintraten schlug ihnen der altbekannte Geruch von Waffenöl und Stahl entgegen.
Neben den bekannten M16-Sturmgewehren, Handgranaten, Munition in allen Ausführungen und Granatwerfern lag fein säuberlich aufgereiht die Ausrüstung des Söldnerteams. Alle nahmen sich ihre Ausrüstung. Allerdings steckten sich die Söldner noch jeweils ein Sturmgewehr ein. Burke schnappte sich sogar ein M16 mit Granatwerfer-Aufsatz und grinste: „Sicher ist sicher.“ Ebenfalls legte er sich einen Schultergurt mit den passenden Granaten um.
Als das Team voll ausgerüstet und auf die Jeeps aufgesessen war, verliess die Wagenkolonne das Militärlager.
Die Jeeps selbst waren Jeep Wrangler, auf denen man auf dem Überrollbügel schwere MG’s montiert hatte. Damit waren die Fahrzeuge schnell und wendig genug um die Tiere auch auf offenem Gelände jagen zu können.
Das Team von Greyhawk hatte sich auf die Jeeps verteilt und die Wagen somit auch jeweils mit einer nicht tödlichen Waffe bestückt. So wollte er versuchen sicherzustellen, dass die Tiere unter Umständen lebend gefangen werden konnten. Auch wenn er Söldner war, musste er die Wünsche seines Kunden im Hinterkopf behalten.
Ebenfalls sass auf jeden Jeep ein Tracker, welcher einen Peilsender bediente, um die Raptoren so rasch wie möglich aufspüren zu können. Gemäss dem Peilsender waren die Tiere noch ca. 4 Kilometer von der Ferienanlage entfernt. Unterwegs hatten sie angehalten, nach Konsultation der Karte eindeutig an einem kleinen See im Dschungel. Wahrscheinlich hatten sie Beute gerissen und getrunken. Dies hatte den Jägern einen zeitlichen Vorteil eingebracht, trotzdem wollte man sie so rasch wie möglich unschädlich machen.

Hotelanlage Isabelle la bella, ca. 20 Minuten später
Janice lag auf dem Liegestuhl im Poolbereich des Hotels. Vom nahen Dschungel, welcher am Rand der Anlage wucherte und den ein Heer von Arbeitern jeden Tag stutzte, damit keine unschönen Wucherungen herauskamen, klang der beruhigende Klangteppich von Vögeln und dem Rauschen des Windes. Ein kleiner Zaun sollte Tiere abhalten, doch Eidechsen, kleine Totenkopfäffchen und Vögel schreckte dies nicht ab. Ihr Sohn hatte bereits mit Freude festgestellt, dass die Tiere nicht scheu waren. Ihr selbst war dies ein Dorn im Auge, sie befürchtete, ein Affe könnten ihren Daniel beissen.
Die Anlage selbst war sehr weitläufig, mit vielen Palmen und Sträuchern bepflanzt. So sollte der Eindruck geweckt werden, dass man sich an einem durch und durch natürlichen Ort befindet.

Daniel rannte um den Kinderpool herum und kreischte vor Freude. In der Hand hielt er ein buntes Plastikboot und schwenkte es in wellenförmigen Bewegungen durch die Luft. Janice sah ihrem Sohn lächelnd zu und nippte an einem Cocktail. Aus dem nahen Dschungel war ein lautes, pfeiffendes Geräusch. Sie achtete erst gar nicht darauf, da aus dem Wald ein immerwährendes Pfeifen und Kreischen klang, doch plötzlich fiel ihr auf, dass ansonsten kein Laut zu hören war…

Greyhawk sah auf den Tracker und begann zu schwitzen. Sie waren so schnell wie möglich losgefahren, hatten sich über alle Verkehrsregeln hinweg gesetzt, doch sagte ihm das Gerät, dass sich die Raubtiere bereits an der Peripherie des Hotelkomplexes befanden. Noch streunten sie im angrenzenden Wald herum, doch wie lange dies dauern würde, dies konnte keiner sagen.
Der Hotelkomplex war noch ca. 10 Fahrminuten entfernt. In dieser Zeit konnte ein Raptor bereits sehr viel Schaden anrichten, dass wusste sein Team. Und auch die Soldaten waren instruiert worden.

Dass die Geräuschkulisse aus dem angrenzenden Dschungel verstummt war, war seltsam. Janice wusste aus Dokumentationen, dass dies passieren konnte, wenn etwas grosses oder gefährliches durch das Unterholz schlich. Aber hier in der Nähe der Hotelanlage? Welches Tier sollte wohl so nah an die Zivilisation rankommen?
Sie suchte mit den Augen die Poolanlage nach Daniel ab, sah in noch immer in der Nähe des Kinderpools spielen. Langsam bewegte sie sich auf Ihren Sohn zu, irgendetwas veranlasste sie zur Sorge.
Plötzlich zerschnitt ein markerschütternder Schrei die Stille, Janice drehte sich sofort um und sah eine grosse Echse, welche sich auf einen der Angestellten gestürzt hatte und an seinem Arm riss, einer der Hinterläufe steckte in seinem Bauch.
Mit einem hässlichen Knacken riss die Echse den Arm ab, der Angestellte schrie aber noch immer. Da sprang eine zweite Echse über den hohen Zaun und stürzte sich ebenfalls auf den Angestellten, packte seinen Kopf und brach ihm das Genick.

Die Stille die nun eintrat war fast körperlich fühlbar, Janice drehte sich um und spurtete zu Daniel. Alle begannen zu schreien, Tische und Stühle wurden umgestossen, Leute liefen durcheinander. Sie war eine durchaus trainierte Läuferin und erreichte ihr Kind im Handumdrehen, schnappte es sich und lief weiter. Hinter ihr zischten und kreischten die Echsen die fliehende Menge an und rissen weiter Fleisch aus der Leiche.

Trotz dem Training, welches Janice gerne absolvierte, erreichte sie völlig ausser Atem die Hotellobby. Leute drängten hinein, die Angestellten hatten alle Hände voll zu tun, die Leute zu beruhigen. Schnell wurden die Leute in Richtung des Innenhofs geleitet, welcher mit hohen Wänden umgeben war. Laut den Angestellten sollte es dort sicher sein.
Janice traute dem nicht, es kam ihr eher wie eine Todesfalle vor. Schnell ging sie mit Daniel, welcher laut weinte, an der Hand zum Lift….

Fortsetzung folgt.
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BeitragThema: Re: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   02.02.12 20:16

Also ich hab mir das jetzt alles durchgelesen ich muss sagen es ist sehr spannend. Du könntest da einen Roman draus machen. Hoffe es geht bald weiter. bounce


MfG Eddi Carr
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BeitragThema: Re: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   03.02.12 7:32

Danke für das positive Feedback, aber ein Roman wird es wohl nicht :-)
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BeitragThema: Re: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   03.02.12 18:45

Komplett gelesen hab ich den Text nocht nicht, nur Ausschnitte daraus. Das liegt aber nicht daran, dass es nicht spannend wäre - mir gehen bei längeren Texten
im Internet irgendwann die Augen über... Shocked

Aber es ließt sich alles sehr gut, richtig professionell. Man kann sich in die Situationen richtig reinversetzen. study

Wie kommst Du dazu? Hast Du beruflich mit sowas zu tun oder ist das nur ein Hobby? respekt
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BeitragThema: Re: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   04.02.12 6:45

beruflich hat es gar nichts zu tun, nein, nur privat. Hatte einfach Lust dazu, da ich mir letzts Jahr die Filme angesehen hatte und die neuen Comics geholt hatte.

eine Fortsetzung kommt bestimmt :-)
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BeitragThema: Re: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   05.02.12 21:08

Ich lese ja öfter FanFictions, daher lese ich auch gerne längere Absätze! Smile

Bisher waren die meisten zu Jurassic Park zu kurz oder Müll. Deine Geschichte ist keins von beidem. Du hast einen guten Plot (ich hoffe der ist grob auch weiter gut durchgeplant) und bringst die Geschichte sehr gut rüber.
Klar kann man über einige Formulierungen streiten, gerade wenn die Wucherungen wuchern wirkt es etwas doppelt gemoppelt, aber das passt schon. Generell ist dein Schreibstil kurzweilig und passt. Im Zweifel solltest du nochmal für Actionszenen die Romane von Chriton lesen und dir dort Anhaltspunkte suchen.

Zum Thema Tippfehler: Brachisaurier find ich süß Wink

Und zwar kein Tippfehler, aber sowas wie "Wüste von Amerika" klingt extrem unspezifisch Wink

Ansonsten, bau den Text mehr aus, oft entwickelt sich alles sehr schnell und springt dann zur nächsten Szene. Gib dem ganzen mehr Zeit und versuch noch etwas mehr Stimmung zu jeder Situation aufzubauen.

Zu guter letzt: Versuch bei manchen Sachen noch etwas mehr zu recherchieren. Als jemand der viel mit Zoos und Tierhaltung zu tun hat sage ich, dass man große Raubtiere für Untersuchungen immer betäubt, wenn man direkt ran muss. Aber alle 12 Stunden, gerade wenn man nichts über die Tierart weiß, sie zu sedieren wäre sicherlich schnell tötlich für die Kleinen Wink

Trotz bzw. gerade wegen der langen Kritik:

Mach weiter, deine Story ist toll! Ich werde sie weiter verfolgen! :cat:
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BeitragThema: Re: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   06.02.12 10:52

Nochmals vielen Dank für die guten Kritiken und die Anregungen.

Klar, der eine oder andere Tippfehler ist sicherlich drin. Die wuchernden Wucherungen, upps, ok, das kann man besser formulieren :-)

Und ja, die Story ist teilweise bereits geplant, wahrscheindlich werden Sorna und Nublar besucht. Man will schlussendlich wohl nur noch eine Insel bewachen müssen... InGen will auch mal wieder gut dastehen ;-) Und damit natürlich Geld verdienen.

Grant wird auch noch vorkommen...

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BeitragThema: Re: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   06.02.12 17:56

Naja gut das mit den Tippfehlern kann bei so einem langen Text schon passieren. Ich für meinen Teil freu mich schon riesig auf eine Vortsetzung.
Nur mal eine so dazwischen geworfene Frage, hat die Story auch einen Namen also quasi eine Überschrift?



MfG Eddi Carr
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BeitragThema: Re: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   06.02.12 23:12

Bis jetzt haben nur die Kapitel einen Namen, aber die Frage ist berechtigt.
Nur ist mir noch nichts wirklich gutes in den Sinn gekommen...

Grob geplant ist eigentlich nur, dass beide Inseln vorkommen, InGen etwas vorhat was sie gut dastehen lässt und auch noch Kohle einbringt und dass Grant zurück kommt.
Und ja, der Spino wird es nicht überleben, der T-Rex ist der König der Insel ;-)

Hm, hatte ein paar Namen im Sinn:
Jurassic Park: live finds a way
Jurassic Park: Back to the islands
Jurassic Park: new adventures

Wobei mir eigentlich keiner so richtig passt :-/
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BeitragThema: Re: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   04.03.12 12:32

Wann geht's weiter? Smile
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BeitragThema: Re: Rulfan's Fan Story (FanFiction)   27.02.13 0:44

Oh man ich bin total aufgeregt auf die Fortsetzung. Wann geht es weiter bitte sag es oh man bin aufgeregt.
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