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Die Evolution unserer Technologie

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N!ko
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BeitragThema: Die Evolution unserer Technologie   05.01.10 14:00

Wie wir im Avatar Thread bisschen darüber unterhalten haben, geht es hier um die rasend schnelle entwicklung unserer Technologie. Generell habe ich nichts dagegen, doch als ich bei uns im Aldi auf dem Brotstand einen Automaten sah, wo man verschiedene Brotsorten bestellen kann, dachte ich mir schon echt, wie dann in Zukunft die Bäckerreien aussehen werden. Shocked
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Robert Muldoon
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   05.01.10 14:08

Ich finde es ist ganz einfach so das die meiste Technik uns nicht das Leben verbessert.
Schaut euch mal die Hausarbeit an. Es ist bewiesen das man heute mit allen Küchengeräten und Trocknern, Spülmaschienen usw... noch genauso lange für den Haushalt braucht wie früher als es diese Geräte nicht gab.

Auch finde ich es sehr bedenklich das viele Leute (vor allem jüngere) nicht mehr ohne die ganze Technik leben können. Ein Leben ohne Handy, PC, Internet usw... wäre für die kein Leben, aber warum?
Man kann doch so viele Sachen in seiner Freizeit mit seinen Freunden oder auch alleine machen. Da braucht man diese Sachen doch nicht. Klar machen sie Spaß und auch ich nutze das ja fast alles. Aber ich brauche nicht immer den neuesten Scheiß mitmachen, nur damit ich es habe. Und das obwohl man es eigentlich nicht braucht.
Beispiel Computer:
Ich habe ein Laptop mit 512 MB RAM und 1,8 GHZ und 60 GB Festplatte. Das reicht mir vollkommen. Ich kann damit meine Berichte für die Arbeit schreiben, meine Briefe schreiben, Onlinebanking usw...
Dafür brauche ich keinen der neuen PCs, und das würde auch alles mit einem 300 MHZ Prozessor gehen.

Ich finde wir entfernen uns durch die Technik immer mehr von der ursprünglichen Lebensweise und machen uns zu Sklaven der Technik.

Ich werde das noch mal weiter ausführen was ich genau meine, bin nur gerade im Unterricht Laughing
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Borgory
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   05.01.10 16:35

Da haste Recht Robert. Viele Sachen braucht wirklich kein Mensch. Allerdings das Argument mit den Küchengeräten ist nur die halbe wahrheit Very Happy Klar dauern manche sachen genau so lange bzw. sogar länger (Spühlmaschine), aber man muß es nicht mehr selber machen und kann in der Zeit andere Dinge erledigen.

Handy ist auch nix schlechtes. Da teilen sich zwar wieder die Meinungen, aber ich finds zb. gut wenn da ein MP3 Player mit drin ist. Einmal spart man sich den MP3 Player und wenn man mal draußen im Park oder so bissl Musik düdeln lassen will, muß ich nicht erst n riesen Kassettenrekorder mit 8 Riesenbatterien mitschleppen die eh nur paar Minuten halten.
Allerdings braucht man die Technik nicht mit dem Toutchscreen und so, das ist überflüssig.

Pc ist auch so eine sache...Ich habe mir auch letztens ein laptop gekauft. Da war es mir auch nicht wichtig ob der High End ist, weil ich einen Pc für anspruchsvollere Dinge habe (zb. Filme bearbeiten & Animationen)
Den Laptop habe ich für kleine dinge, Musik hören, mal ein Film schauen oder halt Bürokram.

Ach, da gibt es noch so viele Dinge...Macht ihr mal weiter^^
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Robert Muldoon
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   05.01.10 19:27

So, noch mal ein paar Gedanken zum generellen Thema Fortschritt:

Die Befürworter des Fortschritts wissen immer eine endlose Liste unserer Errungenschaften aufzuzählen, wie wir es doch so weit gebracht haben. Die Erfindung des Rades, Pflug und Mähdrescher, Radio und Auto. Medikamente, Geld usw.... All das hat ja auch seine Vorteile. Vieles macht Freude und man möchte ja auch nicht mehr ohne leben. Verwunderlich ist nur, daß wir nach Jahrtausenden an Verbesserungen zwar ein hochkompliziertes, üppiges, ja sogar fast überladenes, keineswegs aber ein zufriedenes oder gar glücklicheres Leben führen.

Wir verbessern andauernd und leiden trotzdem immer mehr. Warum eigentlich haben die so begrüßten Verbesserungen das Leben insgesamt doch nicht schöner und lebenswerter gemacht?
Weil die allermeisten Fortschritte nur ein schlechter Tausch sind. Jede Verbesserung bringt als unliebsames Beiwerk, Nachteile mit sich.

Der Vorteil beeindruckt uns ja meistens sofort. Die Nachteile sind meistens verschleiert und folgen viel später. Wir haben ein Auto, und die ganzen Vorteile freuen uns. Aber daß wir davon nervös werden, der Körper verkümmert, daß uns Kontaktmöglichkeiten entgehen, daß wir die Luft vergiften und daß wir schließlich sehr viel Zeit dafür aufwenden (für Autofahrt, Pflege und Arbeitszeit usw...), das fällt uns kaum auf.

Wir erhöhen z.B den Landertrag der Bauern durch Kunstdünger und Schädlingsbekämpfungsmittel.
Daß wir aber dabei nützliche Lebewesen töten, Humus zerstören, den Wasserhaushalt des Bodens verändern und auf lange Sicht den Boden auslaugen und unfruchtbar machen und uns durch Gift in der Nahrung und im Trinkwasser Krankheiten holen, diese Nachteile berühren uns erst viel später oder meist auch gar nicht.

So freut es die Menschheit auch im Augenblick, wenn wir die Säuglingssterblichkeit mit Hilfe der modernen medizinischen Kunst verringern. Daß wir aber dabei der natürlichen Auslese ins Handwerk pfuschen, so daß die Kinder mit schlechtem Erbgut überleben und sich fortpflanzen und wir auf die Dauer von Generationen eine tödliche Erbverschlechterung davontragen, das ist der verschleierte Nachteil. Aber das ist ein brisantes Thema und hat auf anderer Art und Weise mit "Fortschritt zu tun".
Zurück zur Landwirtschaft.
Eine Heuwendemaschine zum Beispiel arbeitet so viel wie zwanzig Leute. Aber zuerst mußten viele Arbeitsstunden geopfert werden, um das Kapital für ihre Anschaffung zu verdienen oder aber man nimmt sich einen Kredit auf. Man begibt sich in die Abhängigkeit von Treibstoff und Reparaturwerkstatt. Man sitzt bewegungsarm, lärmgestört und bald durch Bandscheibenschäden geplagt auf dem Traktorsitz.

Und was tun die eingesparten neunzehn Leute jetzt?
Sie sind Fabrikarbeiter oder Büroangestellte oder gar Arbeitslos, leben in der Stadt und leiden an Gemütsstörungen und Körperlichen Problemen mehr als früher, als sie den Heurechen bedienten.
Einige stellen womöglich gerade eine Heuwendemaschine her, andere Treibstoff in der Raffinerie. Sie brauchen dringend Urlaub, den sie als Feldarbeiter nicht nötig gehabt hätten. Sie brauchen ein Auto und starke Nerven für den Weg zum Arbeitsplatz.

Das sind nur mal ein paar kleine Beispiele und Denkanstöße.
Wie gesagt, alles hat Vorteile, aber man sollte auch immer die Nachteile mit in Betracht ziehen, auch wenn sie erst später in Erscheinung treten.

Ich habe viel über dieses Thema schon vor einiger Zeit nachgedacht und viel darüber gelesen, ob von Beführwortern des unbedingt gewollten Fortschritts, aber auch von sogenannten Aussteigern die sich aufs Land zurück gezogen haben und nun ein viel entspannteres und besseres Leben führen.
Aber alles hat seine vor und Nachteile.
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   05.01.10 19:55

Das eigentliche Problem meiner Meinung nach ist nicht der Fortschritt an sich sondern die menschliche version der "Auslese" die Du schon angesprochen hast.
Der Mensch ist ein Rudeltier und sollte eigentlich nur in Gruppen von 6 - 12 Tieren leben.
Dieses grundlegende Verhalten aber wir abgewürgt und riesige Gemeinschaften gebildet die neue Methoden und Werkzeuge brauchen um miteinander leben zu können.
Wenn wir wirklich etwas an der derzeitigen Situation ändern wollen müssen wir entweder den Tod seine Arbeit im normalen Maße nachgehen lassen oder wir führen die Zwangserschiessung mit 45 ein. Zudem müssten wir wieder in kleinen Gruppen leben die alle für sich selbst sorgen und somit schwächere Gruppen eliminieren.
Da dazu kein Mensch aus "humanitären" Gründen bereit ist ( die Meisten wissen das sie schwach sind und untergehen würden) haben wir meiner Ansicht nach den "Point of no Return" erreicht.
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   05.01.10 20:02

Zitat :
Da dazu kein Mensch aus "humanitären" Gründen bereit ist ( die Meisten wissen das sie schwach sind und untergehen würden) haben wir meiner Ansicht nach den "Point of no Return" erreicht.

Ja genau so sieht es aus. Viele sind auf Medikamente angewiesen z.B und möchten nicht darauf verzichten. Eltern wissen vor der Geburt das ihr Kind "behindert" wird, wollen es aber auf jeden fall bekommen. Das alles ist irgendwo verständlich, aber nicht hilfreich für unser gesundes Fortbestehen.

Wir biegen uns die Natur durch Technik und Medizin so zurecht wie wir sie haben wollen, damit auch die Schwachen eine überlebenschance haben. Aber das kann auf dauer einfach nicht funktionieren.

Und ich finde es immer amüsant wenn die Mediziner damit pralen welche Krankheiten sie denn alles ausgerottet haben wo jetzt weniger oder keine Leute mehr dran sterben.
Na und? Dafür sterben wir jetzt an anderen Sachen wie z.B Herzinfarkten und anderen Zivilisationskrankheiten. Oder viele begehen Selbstmord weil sie in dieser Welt einfach nicht mehr bestehen können. Es herrscht Leistungsdruck ohne Ende, und wer nicht mitzieht bei allen weiterentwicklugnen der bleibt auf der Strecke....
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   05.01.10 20:06

[quote="Robert Muldoon"]
Zitat :
und wer nicht mitzieht bei allen weiterentwicklugnen der bleibt auf der Strecke....

Ich habe noch nie ein Handy besessen... (wenn ich nicht zu Hause bin, bin ich halt nicht zu Hause) Man darf sich ausmalen wie ich teilweise angesehen werde wenn mich jemand nach meiner Handynummer fragt.
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Robert Muldoon
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   05.01.10 20:10

Ja das kenne ich.
Ich habe ein ganz einfaches Handy (kann nur Telefonieren und SMS verschicken nicht mehr und nicht weniger) einfach nur für Notfälle, wie wenn ich mit dem Auto liegen bleiben würde oder so was. Aber es ist eigentlich fast immer ausgeschaltet.
Wie du sagst, wenn ich nicht zuhause bin oder nicht erreichbar sein möchte dann ist das so.
Und da ich deshalb die Nummer auch nicht weiter gebe, da ich eh nie erreichbar wäre, verstehe ich was du meinst, wie man dann angesehen wird.
Aber das ist mir egal, jeder sollte die Freiheit haben selbst zu entscheiden ob und wann er für andere da sein möchte und wann nicht.

Der ganze Handy-Wahn ist doch zur totalen Kontrolle ausgeartet, ob bei Partnern oder sogar Arbeitgebern. Das ist schon pervers!
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   05.01.10 20:14

Robert... ich glaube wir zwei müssen mal einen trinken gehen Wink schulz
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Robert Muldoon
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   05.01.10 20:16

Das glaube ich auch Twisted Evil anstoßen
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Dr. Alan Grant
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   06.01.10 11:55

Da wären wir wieder beim Thema Usertreffen Männers. ;-)


Ich werde auch mal ein wenig zu dem Thema schreiben, wobei mir das doch sehr schwer fält, da ihr schon so fleißig in die Tasten gehaut habt. ;-)

Ich sehe das wir ihr, dass wir uns mehr und mehr von der Technik abhängig machen lassen.
Ein kleines Beispiel: Meine Mutter wollte nie, dass ich ein Hany bekomme oder einen PC ( Stichwort Schuldenfalle etc.) Sie hielt es für nicht notwendig so etwas zu besitzen und bemängelte die fehlende Phantasie, um bspw. im Wald zu spielen.
Daher war ich jemand der egal wann, immer draußen spielte ( zuhause gabs ja keine Konsole o.ä.)
Als ich älter wurde sagte ich einer Mutter, dass eine Welt ohne Technik nicht möglich wäre.
Ich meinte, sie sollesich mal vorstellen, was passieren würde, wenn plötzlich kein Strom mehr vorhanden wäre.
Der Verkehr würde zusammenbrechen, da so gut wie Alles automatisiert hergestellt wird, würde somit auch nichts mehr produziert werden.
Im Haushalt würde nichts mehr laufen, sei es Haushaltsgeräte, die Heizung oder aber die Klospülung^^.

Anhand dieser Beispiele sieht man ja schon, wie "abhängig" wir doch von der Technik sind. Ich denke mir mal, dass viele garnicht mehr von Hand spülen können.
So gesehen "verdummen" wir.
Manchmal frage ich mich auch, wer das bessere Leben hat:
Die Amazonas Indianer, die noch nie etwas von Technik gehört oder gesehen haben, völlig im Einklang mit der Natur lebend.
Oder aber wir, die von Termin zu Termin hetzten, auf einer Arbeitsstelle 1000 Bewerber sind und unser größtes Hobby es ist, die Natur noch mehr zu zerstören.

Klar gibt es auch Vorteile durch die Technik, aber ich denke mir, wenn man einePro und Kontra Liste erstellen würde, so kämen man wohl auf das Ergebnis, dass die Technik uns mehr schadet, als uns vom Nutzen ist.
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Kovu
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   06.07.15 20:22

Ich wusste jetzt auch nicht gerade wo hin posten - aber ich denke hier passt es eigentlich doch gut rein:

Die Produktion der VHS wird nun definitiv eingestellt: http://www.pctipp.ch/news/hardware/artikel/bye-bye-vhs-82755/

Ich finde es zeigt einfach mit welchem Tempo sich unsere Technik verändert - und wie sinnlos es ist sich gegen technischen Wandel zu wehren.



Nun - gibt es richtig oder falsch hinter der Weiterentwicklung unserer Technik? Müssen wir uns wirklich den Kopf darüber zerbrechen ob man sie befürworten soll oder nicht?

Ich bin eigentlich der Überzeugung, dass es dabei nicht um richtig oder falsch geht. Weiterentwicklung geschieht einfach, ob wir das nun wollen oder nicht. Sie ist ein Naturgesetz. Interessant ist ja im Grunde auch der Titel, den N!ko damals für diesen Thread gewählt hat: "Die Evolution unserer Technologie". Es ist in der Tat nichts anderes als Evolution - aber die treibende Kraft dahinter ist nicht "natürliche Selektion", sondern "künstliche Selektion" - wie die Menschheit es auch beim Züchten von Tieren anwendet (wenngleich wir bei Technik auch viel direkter Einfluss auf die Eigenschaften nehmen können).

Erleichtert uns Technik das Leben? Sicherlich tut sie das. Technik wird immer darauf hin entwickelt, uns Arbeit und Gefahren abzunehmen, und das in viel effizienterer Manier als das bei unserer eigenen Tätigkeit jemals der Fall sein könnte. Die Krux an der Sache ist wie immer der Faktor Mensch: Maschinen nehmen uns Arbeit ab und wir gewinnen freie Zeit damit. Was aber macht man mit der frei gewordenen Zeit? Meistens füllen wir diese Zeit mit einer weiteren Tätigkeit, die uns wiederum von einer anderen Maschine erleichtert wurde. Entweder tun wir das, weil uns langweilig ist, oder weil uns wirtschaftlicher Druck auferlegt wird: 2 Maschinen + 1 Operator ersetzen 2 oder mehr Arbeiter.

Sind wir glücklicher mit weit entwickelter Technik? Ich glaube alleine aus den vorhin genannten Gründen schon nicht. Sind wir unglücklicher mit weit entwickelter Technik? Wohl kaum. Wir gewöhnen uns an das Umfeld, in welchem wir leben. Probleme gabs dabei früher wie auch heute. Zum einen müssen wir damit klarkommen - also uns selber weiterentwickeln - und zum anderen bietet dieser Fortschritt auch immer viel spannendes.

Ist ältere Technik minderwertig? Ganz gewiss nicht. Für mich gibt es nichts schöneres, als ein 100-jähriges Dampfschiff oder eine Dampflokomotive, welche heute noch im Betrieb sind (wo moderne solche Vehikel nach 20 bis 30 Jahren schon den Löffel abgeben). Genau so wie Ferrari, Lamborghini, Bugatti und Co. noch so unzahlbare und monströse Hochleistungs-Strassen-Boliden mit Schaltwippe bauen können - sie erreichen trotzdem nicht den Fahrspass und die Klasse eines Handgeschalteten 911er G-Modells oder Ferrari Dino 206 GT.

Löst moderne Technik jemals unsere Umweltprobleme? Ganz ehrlich - ich glaube nicht daran. Klar - moderne Autos, Leichtbau, Isolationstechnik, Windkraft, Wasserkraft etc kann die Auswirkungen auf die Umwelt pro betriebenem Gerät drastisch verringern. Leider aber wird dabei selten mit eingerechnet was für Auswirkungen die Gewinnung der Rohstoffe, die Produktion wie auch die Entsorgung der Geräte auf die Umwelt haben - und der meiner Meinung nach kritischste Punkt ist nach wie vor der: wir sind immer mehr Menschen auf der Welt, die immer mehr Technik in anspruch nehmen. Was nützt es uns, wenn es uns beispielsweise gelingt den Verbrauch eines Gerätes zu halbieren, wenn es gleichzeitig doppelt so viele Geräte im Umlauf gibt?

Das Problem des Menschen ist und bleibt der Mensch selber. Menschen sind egoistisch und habgierig - sie leisten sich immer so viel wie sie können (und heutzutage mittels Kaufkredit sogar noch mehr als sie eigentlich können), und es gibt zu viele von ihnen. Dieses Problem kann von der Technik nicht gelöst werden - sondern es muss von uns selber gelöst werden.
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   06.07.15 20:57

Die VHS ist heutzutage wirklich nur was für Nostalgiker.
DVD & Blu-ray sind da einfach klar im Vorteil was Bildqualität & Haltbarkeit angeht.


Zum Thema Technik allgemein bleibt zu sagen dass der Markt ja mit immer mehr Nonsense überflutet wird.
Erst letztens hab ich auf der Arbeit einen Blick in einen Mediamarkt-Prospekt geworfen und diese Smart-Watches
gesehen. Ich habe da direkt einen Kommentar zu abgegeben wer denn sowas umbedingt brauch.

Einer der Arbeitskollegen Antwortet darauf dass die Teile ja ganz cool wären und kam mit dem Argument
dass man das Teil mit seinem Smartphone verknüpfen kann und wenn man einen Anruf empfängt muss
man nur noch auf die Uhr schauen um zu sehen wer anruft.

Meine Schlussfolgerung... den Menschen ist es zu anstrengend ihr Handy aus der Hosentasche zu ziehen?
Wie lächerlich ist das denn bitte. Ist ja nicht so dass der Großteil der Menschheit sowieso kaum noch bewegt.
Man will selbst belanglose und sowieso schon einfache Dinge noch einfacher machen. Irgendwann
verbringt der Mensch seine Zeit nur noch damit auf einen Fleck rum zu sitzen und regelt alles weitere mit der Technik.
Damit entfernen wir uns immer weiter vom natürlichen Verhalten.

Klar bringen viele technischen Sachen Gutes aber man kann es halt auch übertreiben.
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Kovu
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   06.07.15 21:21

Ian schrieb:
Zum Thema Technik allgemein bleibt zu sagen dass der Markt ja mit immer mehr Nonsense überflutet wird.
Erst letztens hab ich auf der Arbeit einen Blick in einen Mediamarkt-Prospekt geworfen und diese Smart-Watches
gesehen. Ich habe da direkt einen Kommentar zu abgegeben wer denn sowas umbedingt brauch.

Einer der Arbeitskollegen Antwortet darauf dass die Teile ja ganz cool wären und kam mit dem Argument
dass man das Teil mit seinem Smartphone verknüpfen kann und wenn man einen Anruf empfängt muss
man nur noch auf die Uhr schauen um zu sehen wer anruft.

Bei der Smartwatch frage ich mich auch, was das eigentlich soll. Hersteller wie Apple argumentieren ja, dass durch das Smartphone (welches alles kann - eben auch die Zeit anzeigen) nun ein Platz am Handgelenk frei geworden sei, und dieser nun wieder besetzt werden müsse. Sie glauben alle daran, dass es das nächste grosse Ding der Elektronik-Branche sein wird.

Wenn ich als Uhrmacher aber meine Kundschaft so betrachte, dann habe ich nicht im geringsten den Eindruck, dass eine Smartwatch ihren Anforderungen entsprechen würde. Eine Uhr muss heute vor allem noch 3 Aspekte erfüllen: sie muss Schick aussehen, die Zeit anzeigen, und der Träger will möglichst wenig damit zu tun haben. Sprich - in der Regel wollen sie dann einen Automaten (Mechanisch, mit automatischem Aufzug) oder eine Quarz-Uhr, bei welcher alle 3 - 4 Jahre ein Batteriewechsel ansteht.

Die heutigen Smartwatches sind aber das absolute Gegenteil: sie sehen hässlich aus, zeigen mehr andere Informationen als die Zeit an und die Akkulaufzeit liegt meist auch noch unter einem Tag. Für den 0815-Träger also absolut untauglich.

Wenn diese Uhren jemanden interessieren, dann sind es Technik-Freaks (solche die bisher halt mehrheitlich Casio-Abklatsch gekauft haben), oder im Falle der Apple Watch sind es meist Apple-Nerds, die Steve Jobs und Tim Cook ohnehin Blind jeden Blödsinn abkaufen (es müssen ja auch mehrheitlich solche sein, da Apple's Uhr auch nur mit dem iPhone funktioniert).
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   06.07.15 23:21

Zitat :
Meine Schlussfolgerung... den Menschen ist es zu anstrengend ihr Handy aus der Hosentasche zu ziehen?
Wie lächerlich ist das denn bitte. Ist ja nicht so dass der Großteil der Menschheit sowieso kaum noch bewegt.
Sieh es mal so, wenn es irgendwann drauf ankommt hat man als Mensch weniger Konkurrenz. Wenn nach Sonnenstürmen oder so die Technik ausfällt oder ähnliches. Very Happy

Off-Topic:
Liegt es an mir das keine meine Nachrichten beantwortet. Weder du Ian noch der Admin scheint die zu bekommen/lesen. Very Happy
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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   07.07.15 7:35

Es wurde noch VHS hergestellt? cyclops

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BeitragThema: Re: Die Evolution unserer Technologie   07.07.15 9:17

Jupp, hatte ich am Wochenende auch gelesen und dachte mir, wieder etwas aus der Kindheit weg...

Es stimmt aber, im Moment haben wir eine, wie mir scheint, extreme Umwälzung in der Technologie vor uns. Es geht immer schneller mit dem vernetzen von Geräten, alles mit weniger Aufwand und zuletzt sitzen wir trotzdem noch unsere 8 - 9 Stunden im Büro.

Und ich merke auch, dass ich mich je länger je mehr der immer besseren Technologie verschliesse und lieber in die Natur raus gehe.

Natürlich, auch ich habe ein Smartphone und ja, es ist praktisch. Zumindest auf der einen Seite. Auf der anderen Seite verbringt man durchaus viel Zeit damit, unnützes auf dem Phone zu machen. Nur weil es so einfach geht.

Letzthin haben wir im Büro beim Mittagessen darüber gesprochen, dass irgendwann die Kühlschränke selbstständig einkaufen und mir Abends dann komplette Menüs zusammenstellen, welche ich dann kochen kann.
Ich stand dann ziemlich alleine da mit meiner Meinung, dass ich sowas nicht will. Ich will mir Gedanken über den Wocheneinkauf machen, ich will mir Gedanken machen, wenn ich in den Kühlschrank sehe und mir zusammenreimen muss, was ich kochen möchte.

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