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Bunte Dinos

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Styra
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BeitragThema: Re: Bunte Dinos   02.10.10 6:56

Da muss ich N!ko Recht geben.
Mir ist auch schon aufgefallen, dass viele Wissenschaftler dazu neigen, aus einem einzigen besonderen Fund gleich auf die Allgemeinheit zu schließen und alte Theorien sehr schnell über den Haufen zu werfen, sobald sie einen minimalen Fund machen, der möglicherweise in eine andere Richtung weist.

Es scheint in der Welt der Wissenschaft nicht möglich zu sein, dass man sagt: Es könnte so gewesen sein, vieles spricht aber dafür, dass es auch so gewesen sein könnte.
Es heißt dort immer: Bisher galt das, jetzt gilt dies.

Ich frage mich immer, wenn Forscher in weit entfernter Zukunft (falls es sie dann noch gibt), Überreste des größten und des kleinsten Menschen der Welt ausgraben, ob sie dann darauf schließen, dass es sowohl eine Menschenrasse gab, die um die 2,50 Meter groß war und eine, die vielleicht nur 1,20 Meter groß wurde...
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Robert Muldoon
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BeitragThema: Re: Bunte Dinos   02.10.10 10:33

Styra schrieb:

Ich frage mich immer, wenn Forscher in weit entfernter Zukunft (falls es sie dann noch gibt), Überreste des größten und des kleinsten Menschen der Welt ausgraben, ob sie dann darauf schließen, dass es sowohl eine Menschenrasse gab, die um die 2,50 Meter groß war und eine, die vielleicht nur 1,20 Meter groß wurde...

Genau das ist der Punkt!
Es gibt beim menschlichen Denken oft nur Schwarz und Weiß!
Von Graustufen will keiner was wissen Wink
Schaut euch die Entwicklung des Menschen an. Früher war der Mensch fast überall behaart. Heutzutage gibt es Menschen die so gut wie keine Körperbehaarung mehr haben und Menschen die eine sehr stark ausgeprägte Körperbehaarung haben.
Und es gibt Zwischenstufen.
Das ist genau das was Styra auch meinte, wenn man jetzt aus der Wissenschaftlichen Sicht denkt, dann müsste es zwei Spezies Mensch geben. Eine Mit Haaren und eine ohne. Oder aber es gab zuerst eine Spezies mit Haaren und später ist man dann der Ansicht, alle waren behaart.
Solch eine Denkweise ist kompletter Unfug!
Es mag getarnte Dinosaurier gegeben haben, und auch bunte.
Es gab vielleicht welche die den Reptilien ähnlich waren, andere widerum Vögeln. Andere waren vielleicht heutigen Säugetieren sehr ähnlich.
Oder aber Dinosaurier sind mit gar keiner anderen Spezies zu vergleichen.
Auch das ist doch denkbar. Warum muss man denn immer vergleichen?
Auch das ist so eine komische Art des Menschen, immer Vergleiche anzustellen.
Um zu den Raptoren zu kommen, vielleicht gab es Raptoren (oder Dinosaurierarten) die Federn hatten. Aber vielleicht waren es auch nur einzelne Tiere in bestimmten Gebieten der Erde die sich so entwickelten.
Der Mensch in Südeuropa sieht auch anders aus als der in Alaska. Eben weil es die Äußeren Umstände so erfordern Wink

Man darf das nicht immer nur aus einem Blickwinkel sehen, und schon gar nicht so Wissenschaftshörig sein.
Wir werden NIE herausfinden wie diese Tiere wirklich waren, egal wieviel die Menschen forschen werden.
Ausnahme wäre, das man einen komplett erhaltenen Dinosaurier finden würde (wie auch immer das machbar sein sollte). Aber auch dann wäre das immer noch nur EIN Dinosaurier. Der noch lange nicht für alle anderen sprechen muss (was das Aussehen angeht) und was auch noch lange keine Rückschlüsse auf sein Verhalten geben würde!
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Styra
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BeitragThema: Re: Bunte Dinos   02.10.10 12:36

Robert Muldoon schrieb:
Um zu den Raptoren zu kommen, vielleicht gab es Raptoren (oder Dinosaurierarten) die Federn hatten. Aber vielleicht waren es auch nur einzelne Tiere in bestimmten Gebieten der Erde die sich so entwickelten.
Der Mensch in Südeuropa sieht auch anders aus als der in Alaska. Eben weil es die Äußeren Umstände so erfordern Wink

Diesmal gibt es nur eine kurze Antwort: Gutes Argument!!! cheers
Vielleicht besaßen hauptsächlich die asiatischen Dinosaurier Federn - vielleicht war es zur Zeit des Mesozoikums dort extrem kalt und erforderte eine Art Isolationsschicht. Das heißt nicht, dass auch alle anderen Raptoren Federn besaßen, die vielleicht in wärmeren Regionen umherliefen. (Ausgeschlossen ist das natürlich auch nicht - aber es ist zumindest eine Überlegung wert.)
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Rick Raptor
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BeitragThema: Re: Bunte Dinos   02.10.10 16:03

Es gibt aber auch fossile Beweise für Federn bei anderen Dinosauriern als nur Dromaeosauriern - bei Troodontiden (Jinfengopteryx, Anchiornis), Oviraptorosauriern (Incisivosaurus, Caudipteryx, Protarchaeopteryx, Avimimus), Therizinosauroiden (Beipiaosaurus), Compsognathiden (Sinosauropteryx, Sinocalliopteryx) und sogar Tyrannosauroiden (Dilong).
Dass all diese Tiere Federn haben (welche übrigens viel zu komplex und zu ähnlich aufgebaut sind, als dass all diese Tiere die Federn unabhängig voneinander entwickelt hätten), zeigt, dass alle diese Tiere von einem gefiederten Vorfahren abstammen müssen (wenn sich herausstellen würde, dass die Borsten des letztes Jahr entdeckten Ornithischiers Tianyulong genauso aufgebaut sind wie die Federn der Coelurosaurier, würde das sogar darauf hinweisen, dass es federartige Strukturen schon vor der Aufspaltung in Saurischier und Ornithischier gab).

Solange es also keinen Gegenbeweis gibt (in der Form von einem Raptor-Fossil mit Schuppenabdrücken), ist anzunehmen, dass die Dromaeosaurier das Federkleid ihrer Vorfahren geerbt haben. Vermutlich diente es wirklich ursprünglich nur zur Wärmeisolierung (die Compsognathiden und Tyrannosauroiden besaßen noch keine großen Schwungfedern an den Armen, mit denen man Weibchen beeindrucken oder gar durch die Luft gleiten könne), aber wenn selbst Strauße in der Hitze Afrikas herumrennen und trotzdem ein dichtes Federkleid haben (und an den unbefiederten Stellen wie Hals und Beinen nur nackte Haut statt Schuppen haben), dann werden Raptoren ihr isolierendes Federkleid auch kaum wieder für Schuppen eingebüßt haben. Säugetiere von bis zu einer Tonne Gewicht (Bisons beispielsweise) laufen heutzutage noch mit Fell bedeckt durch die Gegend; warum der Mensch sein Fell im Laufe der Evolution wieder verloren hat, weiß ich ehrlich gesagt wirklich nicht, allerdings sind die in tropischen Gebieten lebenden Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans ja immer noch dicht behaart.


In Bezug auf das ursprüngliche Thema dieses Threads würde ich aber Roberts letztem Satz "vielleicht waren die einen getarnt und die anderen bunt" am Ehesten zustimmen, nur bei den Raubtieren würde ich halt eine "Tarnfarbe" für wahrscheinlicher halten.
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BeitragThema: Re: Bunte Dinos   09.10.10 23:49

Man sehe sich die Tiere der Neuzeit an: Alle Tiere sind auf ihre Art getarnt bis auf diejenigen die es nicht nötig haben. Raubtiere sind getarnt weil sie sich anschleichen müssen und Beute um nicht entdeckt zu werden.
In welcher Situation wird dieses Tarnmuster höchstens mal abgelegt? Klar bei der Paarung.
Meine bescheidenen Meinung nach waren die meisten Dinosaurier ebenfalls getarnt und ahben nur zu Paarungszwecken diese Tarnung vernachlässigt was durch erhöhte Agressionen der männlichen Tiere ausgeglichen wurde.
Anstatt Tarnung gibt es Wut und die schützt vor Raubtieren und imponiert den Damen.
Zweck erfüllt und Bestand gesichert.

BÄM!!!
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Rick Raptor
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BeitragThema: Re: Bunte Dinos   20.10.10 18:28

Zum Thema "Farben bei Gefiederten Dinosauriern" habe ich hier noch einen interessanten Bericht gefunden, z. B. dass Protofedern wie denen von Sinosauropteryx die Strukturen fehlen, die für ein schillerndes Grün oder Blau nötig sind, und dass ein Dinosaurier für leuchtend rote oder gelbe Federfarben eine karotinoidreiche Ernährung (Karotinoide findet man aber nur in Pflanzen oder Insekten, die Pflanzen fressen) haben muss.
http://dinogoss.blogspot.com/2010/10/guide-to-feather-colors.html
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