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[Paläontologie] Fragen & Antworten

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Diavid
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   10.04.16 13:23

Ich hätte nichts gesagt wenn das Einzelfälle gewesen wären aber so eine Anhäufung fand ich schon sonderbar. Laughing study
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Ian
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   10.04.16 13:58

Recht hat er ja. Da wird jetzt wieder strenger drauf geachtet! Wink
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Nick
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   10.04.16 14:09

Nach einem Doppelpunkt schreibt man allerdings nur groß, wenn auch ein ganzer Satz folgt Laughing Bei einem Satzteil oder gar nur einem Wort (logischerweise dann kein Substantiv) wird klein weitergeschrieben. Haben wir dann heute genug Deutschunterricht für heute gemacht? Razz Laughing
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Kovu
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   10.04.16 22:09

Diavid schrieb:
Ich hätte nichts gesagt wenn das Einzelfälle gewesen wären aber so eine Anhäufung fand ich schon sonderbar. Laughing study

Wo viel geschrieben wird gibts auch mehr Fehler. Ist ja nicht so, dass hier redigiert wird Wink
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   13.07.16 18:32

Wie schnell konnte so manch' ein Dinosaurier werden? Im 1.Film bzw. im Franchise ist der T.Rex 51 kp/h schnell laufen. Aber wie ist es im echten Leben? Und wie schnell waren die anderen Dinosaurier wie Triceratops, Brachiosaurus, Microceratus & co; Oder die Anderen wie Pterosaurier oder Mosasaurier?
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Diavid
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   14.07.16 2:17

Zum T-Rex:

von 2007:
Welt.de schrieb:
US-Forscher der Stanford-Universität belegten in einer Studie, dass der Dinosaurier mit seinem stattlichen Gewicht von sechs bis acht Tonnen durchaus nicht so flink und wendig war, wie er in Filme gezeigt dargestellt wird. Tatsächlich konnte der Saurier nur eine Geschwindigkeit von etwa 40 km pro Stunde erreichen und brauchte für eine Drehung um 45 Grad auf zwei Beinen - sehr langsame - ein bis zwei Sekunden,...
http://www.welt.de/wissenschaft/article921741/Tyrannosaurus-Rex-war-eine-lahme-Ente.html

von 2007:
Focus schrieb:
Tyrannosaurus rex, der furchteinflößende König der Dinos, konnte ungefähr so schnell laufen wie ein heutiger Mensch: Er erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 29 Kilometern pro Stunde, errechneten die Forscher von der Universität Manchester

wird aktuell gehalten:
Wikipedia schrieb:
Zur Diskussion stehen des Weiteren die Fressgewohnheiten, die Physiologie und die mögliche Geschwindigkeit von Tyrannosaurus.



Das Selbe wird wohl für alle anderen Dinosaurier gelten.
Bei solchen Sachen gibt es irgendwie nie feste Daten. Sogar auch morphologische Sachen, wie Größe:

http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Viel_Knorpel__Dinos_mitunter_noch_groesser_als_gedacht_1771015587131.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/voluminoese-gelenke-viele-dinosaurier-groesser-als-bisher-angenommen-a-720770.html

, Gewicht:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/wie-schwer-waren-dinosaurier-um-tonnen-verschaetzt-1.1375896

und Form:

(Beispiel Iguanodon:)
Wikipedia schrieb:
Das Tier wurde damals einem Leguan ähnelnd auf vier Beinen laufend gezeichnet. Der spitze Daumenknochen wurde noch auf die Nase gesetzt. Heute ist bekannt, dass das Tier meist auf seinen beiden Hinterbeinen lief. Die Zähne ähneln denen der heutigen Leguane (daher die damaligen, falschen Rückschlüsse).
https://de.wikipedia.org/wiki/Iguanodon


(Beispiel Spinosaurus:)
Gilrael schrieb:
Spinosaurus lief auf 4 Beinen!
http://www.jurassicpark-forum.com/t2706-spinosaurus-lief-auf-4-beinen

sind nicht sicher obwohl wir davon Knochen haben, die wir anfassen und zusammen setzen können und die uns am sichersten zeigen müssten wie die Dinosaurier waren.
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   14.07.16 9:50

^ naja... also ich würde jetzt nicht behaupten, dass wir nie sicher sind, wie sie aussahen und sich bewegt hatten. Das Problem ist vielmehr, dass die breite Masse nur wenig verständnis für die Wissenschaft und ihre Methoden hat. In den Medien werden Hypothesen meist als Tatsachen transportiert, obschon jedem Wissenschaftler klar ist, dass erst die Beweise her müssen. So wandelt sich unser Wissen über die Zeit, und das Bild wird immer präziser (dafür ist der Iguanodon das perfekte Beispiel). Aber es ist auch hier so wie in der Mathematik: jede Formel ist im Prinzip eine Annäherung an das was wir be-/um-schreiben wollen.
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   12.01.17 15:07

Mir ist etwas interessantes auf Wikipedia bezüglich der Entdeckungsgeschichte der Dinosaurier aufgefallen:

Dinosaurierfossilien sind schon vor Hunderten, wahrscheinlich Tausenden von Jahren gefunden worden, obwohl ihre wahre Natur nicht erkannt wurde. Womöglich erhielten erstmals fossile Fußspuren die Aufmerksamkeit von Menschen, lange bevor fossile Knochen beachtet wurden. So ergaben Forschungen des französischen Paläontologen Paul Ellenberger über die südafrikanischen San, dass diese mit Dinosaurierspuren sehr vertraut waren – sie fertigten sogar Zeichnungen der Spurenerzeuger an, die Iguanodonten ähnlich sehen. Ein südamerikanisches Volk hatte bei den dreizehigen Spuren von theropoden Dinosauriern Symbole in den Fels geritzt, die gigantische Vögel zeigten.

Lest euch den Text mal durch. Ich weiss, Wikipedia ist nicht immer zu 100% richtig.
Aber ich finde es interessant, dass die theropoden Dinosaurier als gigantische Vögel bezeichnet und die Dinosaurier als einem Iguanodon ähnlich gezeichnet wurden.

Nicht, dass Tiere überlebt haben, aber trotzdem irgendwie interessant...
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   12.01.17 18:26

Da fallen mir auch gleich noch die afrikanischen Zeichnungen von Mokele M'bembe (hab ich das so richtig geschrieben?) ein, die offenbar einen Sauropoden zeigten ...
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   13.01.17 7:31

Stimmt, Der, der den Fluss staut...

Einfach irgendwie interessant, auch wenn es nichts zu beweisen gibt :-)
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   13.01.17 14:58

In der Tat Very Happy

Auch faszinierend ist ja der Einfluss von Fossilien in anderen Kulturen - da z.B. in China und der Mongolei sehr viele Fossilien herumlagen, inspirierte dies ja die alten fernöstlichen Völker zu ihren glücksbringenden Drachen und dergleichen ... diese dachten ja, es seien Überreste davon - nun, ganz so abwegig war das ja auch gar nicht, wenn man es mal in diesem Kontext betrachtet Smile
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   13.01.17 15:35

Das stimmt. Auch hier in eher europäischen Gefilden wurden Funde gemacht, welche dann zu Drachen umgedeutet wurden.
Und ich glaube, Elefantenschädel führten zur Sage der Zyklopen.

Aber interessant ist die Verlinkung von Dinosauriern und Drachen durchaus. Oder eben auch zu den Vögeln. Natürlich, die Spuren von Raubsauriern sehen Vogelspuren sehr ähnlich.
Und auch Schädelfunde können natürlich als Drachen gedeutet werden.

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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   13.01.17 21:09

Ich persönlich glaube, dass dem ganzen zu viel Bedeutung beigemessen wird. Nicht weil es sich zu 100% ausschliessen liesse, sondern weil das Freilegen und Zusammensetzen von Saurierskeletten mit sehr grossem Aufwand verbunden ist und ein geschultes Auge erfordert. Nicht nur das - früher hat schlicht und ergreifend auch die Technologie gefehlt um dies zu tun (sei es nun das Freilegen oder das Präparieren/Konservieren... oder anschliessend das Zusammensetzen der einzelnen Teile).

Die Vorstellung, dass man einfach so einen kompletten, grossen Saurierschädel (oder gar ein ganzes Skelett) findet ist ja grundlegend falsch. Ganz besonders die grossen Fossilien sind Deformationen, Verteilung und Verlusten von Einzelteilen unterworfen. Ohne fundamentales Wissen setzt man sowas nicht zu einem grossen ganzen zusammen. Im Gegenteil, man betrachtet es einfach als Stein und baut diesen aus den Steinbrüchen ab.

Dass man sich allfällige Saurier-Tracks auch mit grossen Tieren erklärt, die dem ähneln was man schon kennt, ist ja naheliegend. Nur ist auch dort vielfach ein Fragezeichen zu setzen - denn die meisten Saurierspuren sind nicht einfach so einwandfrei zu identifizieren. Freilich sind wir heute in der Lage dazu, nur können wir im Gegensatz zur Zeit der alten Kulturen auf das entsprechende Wissen zurückgreifen um es zu tun.
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   14.01.17 13:22

Kovu schrieb:
Ich persönlich glaube, dass dem ganzen zu viel Bedeutung beigemessen wird. Nicht weil es sich zu 100% ausschliessen liesse, sondern weil das Freilegen und Zusammensetzen von Saurierskeletten mit sehr grossem Aufwand verbunden ist und ein geschultes Auge erfordert. Nicht nur das - früher hat schlicht und ergreifend auch die Technologie gefehlt um dies zu tun (sei es nun das Freilegen oder das Präparieren/Konservieren... oder anschliessend das Zusammensetzen der einzelnen Teile).

Ich sag dazu nur noch: Iguanodon Smile

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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   14.01.17 13:39

^ du ignorierst dabei aber, dass der falsch rekonstruierte Iguanodon aus den Anfängen der Paläontologie stammt. Er wurde zwar falsch rekonstruiert, aber auf wissenschaftlicher Basis. Und das wiederum ist ein völlig normaler Prozess.

Der Punkt ist ja gerade der, dass das notwendige Wissen und die Technologie zur Rekonstruktion solcher Tiere zuvor nicht gegeben war.

Alleine schon das finden und Freilegen eines grossen Sauriers verschlingt unmengen von Zeit und Resourcen. Denn man findet meist nichts zusammenhängendes, sondern sowas:

https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1240434988&width=250

http://www.sauriermuseum.ch/cms/upload/Ausgrabungen/TenSleep/100.jpg
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   15.01.17 15:16

Das brauchst du mir nicht erzählen (und keine Sorge, ich ignoriere dabei gar nix - es diente mir nur als "moderneres" Beispiel, denn Unwissenheit gibt es auch heute noch, so wie auch damals vor Jahrhunderten schon und wird es immer geben - denn was ist Wissenschaft grundsätzlich eigentlich? Nichts anderes, als der Versuch, die Welt um uns herum zu erklären ... das versuchten doch nicht erst die Paläonthologen des 19. Jahrhunderts  Rolling Eyes nur waren sie eben die ersten, die nachweislich extra deswegen anfingen gezielt im Dreck zu buddeln Wink um es mal salopp auszudrücken) - Wissenschaftlicher Aspekt einer "modernen" Rekonstruktion hin oder her, das Wissen fehlte ja so oder so (nicht nur beim "britischen Iguanodon") - aber wer sagt denn, dass nicht die alten Chinesen z.B. auch das gleiche versuchten (sie studierten die Knochen und versuchten halbwegs passende Zeichnungen anzufertigen  - klar, dass sie dabei Referenzen in der "aktuelleren" Natur suchten und dachten sich ihren Teil dazu - macht man heutzutage doch auch noch, nur eben hat man nun biologische Baupläne zur Verfügung, was so gesehen gar keine Kunst mehr ist - jetzt wo es schon unzählige male richtig gemacht wurde) und dabei eben die typischen schlangenartigen fernöstlichen "Long"-Drachen daraus resultierten? Was dann wiederum andere daraus machen und es dann in die Mythologie integrieren und sich gruselige Märchengeschichten dazu ausdenken (wie z.B. dank Marco Polos Berichte über den chinesischen "Alligator" auch später im europäischen Mittelalter oft genug geschehen) im Nachhinein, würde das ganze nicht unbedingt herabsetzen ... ich bin ja der Meinung, die alten Chinesen versuchten auch schon wissenschaftlich heranzugehen und entsprechend ihres damaligen Weltbildes und Wissensstandes kamen dabei eben diese schlangenhaften Drachen dabei heraus - Zwar noch immer fernab dessen, was eigentlich dahinter steckt - aber immer noch näher dran als z.B. ein Mastodon, dass zum humanoiden Zyklopen mutiert Smile

Wenn dann natürlich irgendwelche abergläubigen Kaiser anfangen, diese als mystische Glückssymbole in die Kultur zu integrieren, ist das nicht das Problem derer, die anfangs nur (wissenschaftlich) ergründen wollten, was das für merkwürdige Knochen sind ... Also würde ich dem schon weitaus mehr Bedeutung zumessen - letztlich sorgte es (meines Erachtens nach) sogar dazu, dass die fossilen Überreste von Dinosauriern die fernöstliche Kultur nachhaltig prägten (ob so von den damaligen Entdeckern beabsichtigt, sei jetzt mal dahingestellt) Wink

Wenn nun aber afrikanische Naturvölker anfangen, die Dinosaurierspuren mit denen von Vögeln zu vergleichen - ist das denn keine Wissenschaft? Das gleiche taten Sir Owen und Co. doch damals auch - und das wird auch heute so und nicht anders betrieben, sobald fossile Fussabdrücke auftauchen ... was mich vorallem fasziniert, sind auch die akkuraten Zeichnungen von Mokele M'bembe ... ich meine, man müsste ja davon ausgehen, dass dieses uralte Eingeborenenvolk eigentlich noch nie einen Sauropoden gesehen haben dürfte ... Wink

Durch das modernere ausgraben kam man letztendlich erst dazu, diese Tiere ordnungsgemäß zu rekonstruieren (und viele antike Irrtümer zu widerlegen) - doch wie eben im Falle des Iguanodon oder des Megalosaurus (der da auch noch aussah wie eine riesige Eidechse mit Monstergebiss) war auch das nicht immer so wie heute ... ich denke nämlich, wir haben es in besagten Fällen mit den sehr frühen Anfängen der Paläontholgie zu tun (wenn auch nicht so beabsichtigt gewesen, denn Paläonthologie ist erst ein Begriff der relativen Neuzeit) - Jahrhunderte VOR dem grossen Fossilienrausch im 19. Jahrhundert! Und das wäre doch in der Tat bedeutend genug ... und im Vergleich zu heute, wo wie gesagt vieles schon längst klarer ist als vor z.B. 500 Jahren noch, war es damals noch richtig schwierig (heute zieht man lediglich Fachliteratur zu Rate oder googelt  Laughing ) - man wusste nicht womit man es auch nur ansatzweise zu tun hatte ... stell mal z.B. einem der australischen Aborigines einen Gummisaurier vor die Nase - der wird auch erstmal verwundert kucken ... und dann vllt. eine Referenz zu Känguruhs, einheimischen Vögeln oder Echsen aufstellen Wink

Die Anfänge der Wissenschaft waren schon immer mit Irrtümern und Aberglauben verflochten (z.B. flache Erde oder geozentrisches Universum), man hatte als Referenzen nur das, was man kannte und musste den Dingen erst noch genauer auf den Grund gehen (durch Beobachtungen, Vergleiche) - doch macht es das nicht automatisch unbedeutender, oder? Wenn sich kein Galileo einst darüber (unter dem Risiko, auf dem Scheiterhaufen zu landen) Gedanken gemacht hätte, würden wir immernoch denken, die Sterne wären an eine gläserne Himmelskuppel geklebt und unsere moderne Wissenschaft wäre damit ad absurdum geführt Rolling Eyes Ganz im Gegenteil - ich finde sogar, unter diesen Vorrausetzungen waren sowas weitaus beeindruckendere Leistungen als das was heutzutage nur noch dazu ergänzt wird Wink Klar kann man unter den heutigen Erkenntnissen vllt. nur noch müde über solche frühen Erklärungsversuche lächeln - aber wo wären wir jetzt ohne sie?
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   15.01.17 18:04

^ was du scheinbar nicht verstehst, ist der enorme Aufwand, der hinter der Entdeckung, des Freilegens, des Präparierens und der finalen Rekonstruktion eines solchen Fossils steckt.

Bis ein Saurier fertig rekonstruiert ist vergehen gut und gerne 10 bis 20 Jahre. Die moderne Gesellschaft kann sich dies leisten zu tun, wir kämpfen nicht mehr täglich um unser Überleben. Vor der Industrialisierung war das aber anders.

Deswegen sage ich, wird dem ganzen zu viel Bedeutung beigemessen. Zwar lässt sich nicht ausschliessen, dass auch schon früher Fossilien entdeckt wurden, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man sich ein ganzes Bild davon machen konnte, ist eher gering. Und wenn es kleinere Fossilien sind, deren Entdeckung wahrscheinlicher (und auch belegt) ist als die eines grossen Sauriers, dürfte sich nur schlecht erklären lassen wie die alten Völker dadurch auf gigantische Drachenartige kamen.
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   16.01.17 7:45

ok, Kovu hat absolut recht. Durch meine Kurse im Sauriermuseum Aathal kann ich bestätigen, dass die Präparation eines Fossils sehr aufwendig und zeitintensiv ist.
Auch das finden und freilegen des Tieres ist ein enormer Aufwand und zeitlich langwierig.

Dass komplette Skelette oder Schädel, welche wie Kovu anfügt oft durch geologische Prozesse zerdrückt sind, freigelegt werden, ist wohl im Altertum auszuschliessen.

Dass Spuren, auch wenn sie nicht immer leicht zu finden sind, mit Vögeln, gerade wenn es sich um allfällige Spuren von Raubsauriern handelt, gleichgesetzt werden, das kann ich ja noch so einfach nachvollziehen.

Aber wie kommen dann die Asiaten zum Drachen? Wie kommen die Europäer zum Drachen? Gut, es gibt die Theorie, dass Knochen und Schädel von Höhlenbären gefunden wurden. Aber Bären müssten ja eigentlich bekannt sein.

Und wie Podopteryx anmerkt, ist die Darstellung des Mokele M'bembe interessant. Ich will damit nicht unbedingt behaupten, dass die Eingeborenen einen Sauropoden gesehen haben. Aber sie verwiesen anscheinend sofort auf Zeichnungen eines Sauropoden, als man ihnen diese zeigte.
Es wäre natürlich immer möglich, dass ein ähnliches Tier gelebt hat oder lebt, welches noch nicht entdeckt wurde.
Ich hänge unten mal einen interessanten Link an:
http://hyrotrioskjan.deviantart.com/art/Mokele-Mbembe-293788343

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elperdido
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BeitragThema: Re: [Paläontologie] Fragen & Antworten   04.02.17 11:56

Gerade in den USA und im asiatischen Teil der Welt fanden sich immer wieder gut erhaltene und durch Erosion freigelegte Skelette und Skelettteile, gerade von mitunter noch im Verbund zusammenhängenden Wirbelsäulen von Sauropoden (sind ja auch sehr stabile Objekte) oder Extremitätenknochen, diese lagen natürlich auch schon im Altertum dort Wink und wurden gefunden.
Leider bleiben gerade in China diese Funde nicht erhalten, weil sie seit 2000 jahren als Medizin zerrieben und benutzt wurden.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/china-dinosaurier-knochen-als-medizin-1.609653


........gutes Beispiel für frühe Rekonstruktionsversuche ist das Quedlinburger Einhorn (funde von Wollnashorn und anderen eiszeitlichen Großsäugern), auch fossile Meeresechsen und Pterosaurier wurden immer wieder mal in den Schieferbrüchen , oder in Kohlebergwerken gefunden (die Iguanodon Herde im belgischen Kohleberkwerk 1877) mal nur einzelne Stücke, anderes vollständig , wie zb der Mosasaurusschädel im 18 jahrhundert, wäre dieser nur 500 jahre früher gefunden worden, wäre es der typische Drachenschädel gewesen ...

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mosasaurus_Paris_-_Faujas_de_Saint-Fond.png

Auch Mary Anning wühlte nicht im Boden oder rekonstruierte kleine Stücke zusammen, als sie ihr erstes fast vollständiges Ichthysaurierskelett an der Küste von Lymes fand, dieser lag dort schon Millionen Jahre und hätte genauso gut auch 1000 jahre früher entdeckt werden können...all die funde ,welche Dinker Cope und Orteniel Marsh um 1870  in den USA machten ,lagen dort mitunter völlig oder teilweise freigelegt umher (Schafhirten hatten sich aus Dinosaurierknochen eine Hütte ...die Bone Cabin ...gebaut), fast komplette skelette ...denn mühevolle Grabung und Rekonstruktion kamen erst später dazu, als man langsam wusste ,wie, und wo man suchen muss und das offensichtlich freiliegende weggesammelt war, und wie man freilegt und rekonstruiert , erst sammelte man das, was man offen fand.

Indianische Plainsstämme fanden auch immer wieder großknochen , ganz Schädel von Großtieren , welche sie zu den Mythen der Donnerpferde brachte , durch diese Geschichten udn denen weisser Pioniere über gigantische Riesenkonochen wurde man erst wirklich aufmerksam auf das ,was dort zutage trat


http://www.geo.de/reisen/reiseziele/6253-rtkl-suedengland-jagd-auf-dinosaurier-fossilien



während man in Europa erst sehr spät, mit dem Zeitalter der Vernunft, damit anfing solche "Naturspiele" zu sammeln...man war mehr mit überleben beschäftigt, nicht desto trotz fand man immer wieder ebim Schieferabbau udn Bergbau auch teilweise gut erhaltene Funde, gerade von kleinen Pterosauriern udn Meeresreptillien ,welche zwar mit eienr Restauration udn Präparation erst richtig zur geltung gekommenw ären ,aber auch so schon eindrucksvoll waren, deshalb wurden ja später Finder darauf aufmerksam und machten Gelehrte und später Wissenschaftler auf ihre merkwürdigen Funde aufmerksam, was ja dann auch in China langsam seine Runde machet ,und so Forscher auf die gigantischen Überreste zb in der Wüste Gobi aufmerksam gemacht wurden (die fahren ja nicht auf blauen Dunst dorthin Wink) wie die amerikanische expedition in die Gobi Wüste Anfang des 20 jahrhudnerts.

Natürlich konnten sie nicht wirklich rekostruiert werden, wie es heute möglich ist, denn Anatomie war unbekannt, aber das wenige Erkennbare vermittelte oft schon ein vages lückenhaftes Bild von dem Tier, und regte die Fantasie an
so deutete Dr. Robert Plot im jahre 1677 das Fragment eines gigantischen Megalosaurus Oberschenkelknochen der in einem Steinbruch gefunden wurde, erst als einem von Hannibals Elefanten zugehörig ,aber da er Unetrcsheide zu Elefantenknochen bemerkte ,schrieb er ihn später als vorsintflutlichen knochen eines Riesen, anhand seiner Zeichnung konnte er heute als Megalosaurus Knochen identifiziert werden.


http://www.wissenswertes.ausflugsziele-harz.de/ausflugsziele-sehenswertes/kultur-geschichte/einhorn-von-quedlinburg.htm


bei den afrikanischen Mythen ist auch immer der Einfluss der Europäer zu beachten ...sie brachten unbewusst viel Wissen mit ,dem die afrikaner dann lauschten ,wenn die weissen sich an den Lagerfeuern über moderne wissenschaftliche Forschungen unterhielten ...so fand man bei einem afrikanischen Stamm russisches Liedgut ,welches angeblich schon immer bestandteil ihres stammes war...tatsächlich wurde es durch russische Forscher Mitte des 19 Jahrhunderts unbewusst zu dem Stamm gebracht, dazu wurden positive Antworten immer gut entlohnt .) also warum nicht bejahend dem weissen bestätigen ,dass man das merkwürdige Tier auf dem Bild schon gesehen habe?..etwas ,ewas Srah harding ganz gut umschreibt mit der Forschung ohne unbewusst zu verfälschen und zu beeinflussen .
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