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Dino-Knochen mit Kampfspuren

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BeitragThema: Dino-Knochen mit Kampfspuren   12.08.08 23:36

Dino-Knochen mit Kampfspuren


Präparation schreitet zügig voran – Naturhistorisches Museum kooperiert mit spanischem Museum in Elche


In der ehemaligen Produktionshalle der Schuberth-Werke am Rebenring ist es noch immer drückend warm. Mit Hochdruck arbeitet das Präparatorenteam des Naturhistorischen Museums um Fritz J. Krüger hier an den im April aus Niger eingetroffenen Dino-Knochen.

Konrad Supplie, Volker Tenzer und Marten Schöle lösen mit Druckluftsticheln das Steinmaterial von Schwanzwirbeln, Becken- und Beinknochen. "Das muss präzise ausgeführt werden, damit die Knochen nicht beschädigt werden", sagt Fritz J. Krüger. Im Anschluss wird jeder versteinerte Knochen des ehemals 23 Meter langen Pflanzenfressers, der eine Schulterhöhe von 4 und eine Schwanzlänge von 7 Metern hatte, mit einem Speziallack konserviert und nummeriert.

Fundstelle in Niger wird für Ausstellung nachgebaut


Museumsdirektor Ulrich Joger erzählt von spannenden Entdeckungen während der Präparation des Jobariers. So weisen zwei Wirbel, die an einer Bruchstelle wieder zusammengewachsen sind, auf eine Verletzung hin. "Dabei handelt es sich vermutlich um Kampfspuren nach einer Auseinandersetzung mit einem Raubsaurier", so Joger. An anderen Knochen haben die Präparatoren Zahnabdrücke gefunden – für Krüger sind das Hinweise darauf, dass sich Raubsaurier an dem Kadaver des Pflanzenfressers zu schaffen gemacht haben könnten.

Seit Ende April ist bereits die Hälfte des rund vier Tonnen schweren Knochenmaterials präpariert worden. Geplant ist, mit den Originalknochen in der großen Dino-Ausstellung im Oktober 2009 die Fundsituation des Jobariers in Niger nachzustellen.

Bis dahin soll auch das Ergebnis von Knochenproben vorliegen, die der Paläontologe Dr. Kristian Remes von der Universität Bonn genommen hat. "Der Spezialist kann anhand der Wachstumslinien der Knochen feststellen, wie alt unser Dino wirklich ist und eventuell sogar auch, ob es sich um ein männliches oder weibliches Tier handelt", berichtet Ulrich Joger.

Knochen werden gescannt und dann reproduziert


Der Museumsdirektor ist gerade aus dem spanischen Elche zurückgekehrt. Dort hat er mit der Leitung eines privaten Museums einen Kooperationsvertrag geschlossen. Zur Erinnerung: Die Spanier hatten den Braunschweigern nach einem Tipp der Tuareg die in Niger bereits gesicherten Knochen eines anderen Dinos weggeschnappt. Später fanden die Braunschweiger Paläontologen ein zweites Dino-Skelett derselben, noch unbekannten Art. "Die wissenschaftliche Bearbeitung und Veröffentlichung wollen wir jetzt gemeinsam machen", betont Joger.

Ziel bleibe außerdem, das Skelett der noch unbekannten Dino-Art zur Ausstellung 2009 aufbauen zu können, so Joger weiter. Dafür stehen 70 Prozent der Knochen von den zwei Dinosauriern zur Verfügung.

Derzeit sind Ralf Kosma und Achim Ritter in Elche, um die Knochen im dortigen Museum zu scannen, damit sie hier reproduziert werden können. Zeitlich könnte es eng werden, denn die Spanier sind mit der Präparation in Verzug. Joger: "Aber nur präparierte Knochen können auch gescannt werden."

Mittwoch, 13.08.2008

Quelle + Foto: www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/8923465
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